Pay-TV: Sky-Chef Mark Williams geht im März 2010

3. Dezember 2009 | by TechFieber.de

screenshot sky Pay-tv TV fernsehen 5 von techfever.

Talentfreier Pay-TV-Manager tritt ab: Worüber seit Wochen spekuliert wird, ist jetzt bestätigt, der Sky-Chef Mark Williams geht Ende März 2010.

Der Schritt erfolge aus „persönlichen Gründen“, teilte das Münchner Unternehmen am Mittwochabend mit. Als Williams-Nachfolger rückt Brian Sullivan auf den Chef-Sessel vor. Sullivan soll schon zu Jahresbeginn als stellvertretender Vorstandsvorsitzender die Arbeit aufnehmen und noch drei Monate mit Williams bei dem MDAX-Konzern arbeiten.

Der 47-jährige Sullivan leitet den Angaben zufolge derzeit beim britischen Pay-TV-Sender BSkyB alle Bereiche mit Kundenbeziehung. Sullivan zeigte sich erfreut über die neue Aufgabe. Deutschland und Österreich besäßen «ein für Pay-TV und HDTV bislang bei Weitem noch nicht realisiertes Potenzial». Unter seiner Führung solle der Sender «zu einem Unterhaltungsangebot von echtem Weltformat» ausgebaut werden.

Sky-Aufsichtsratschef Markus Tellenbach sagte, dass Williams «in wenig mehr als einem Jahr das Geschäft stabilisiert» habe. Der Konzern respektiere die Entscheidung, dass der Manager «nach einem sorgsam gemanagten Übergang wieder mit seiner Familie zusammen sein» wolle.

Williams war es zuletzt nicht gelungen, die Zahl der Kunden in der notwendigen Geschwindigkeit zu steigern, um bis Ende des kommenden Jahres das ursprüngliche Ziel von 3 Millionen bis 3,4 Millionen Nutzern zu erreichen. Dazu hätte der Abonnentenstamm pro Quartal um 100 000 bis 170 000 Kunden wachsen müssen, im dritten Quartal konnte der Bezahlsender aber lediglich 67 000 Kunden hinzugewinnen.

Der unter Williams Führung in Sky umbenannte Bezahlsender Premiere hatte nach eigenen Angaben Ende September mehr als 2,4 Millionen Abonnenten. Im dritten Quartal sei der Umsatz binnen Jahresfrist von rund 222 Millionen auf etwa 209 Millionen Euro gesunken. Infolge gestiegener Aufwendungen für Programm und Marketing sank das operative Ergebnis von minus 27 Millionen auf minus 88 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Defizit von mehr als 116 Millionen Euro, nach minus 89 Millionen Euro im Vorjahr. [tf/mast/ddp]

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