Winnenden: Polizei hat nichts zum Amoklauf zu verbergen

28. November 2009 | by TechFieber.de

Mehr als acht Monate nach dem Amoklauf an der Albertville-Realschule im schwäbischen Winnenden steht fest, dass sich der Vater des Täters Tim K, der Unternehmer Jörg K., vor Gericht verantworten muss.

Für die Ermittler und die Staatsanwaltschaft soll der Prozess auch ein Stück weit dabei helfen, die Tat und deren Hergang besser einordnen und rekonstruieren zu können.

So erwartet der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger laut dem Münchner Nachrichtenmagazin „Focus“ von dem Gerichtsprozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden die Beantwortung wichtiger offener Fragen.

Insbesondere müsse das Gericht klären, ob die Eltern des Amoktäters Tim K. von den psychischen Auffälligkeiten ihres Sohnes wussten, sagte Pflieger dem Nachrichtenmagazin «Focus» laut Vorabbericht. Wenn ja, könnte sich dies strafverschärfend auswirken.

Pflieger hatte die ihm untergebene Stuttgarter Staatsanwaltschaft angewiesen, aus Gründen der Generalprävention gegen Tims Vater Anklage zu erheben. Dieser wird sich nun wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten müssen. Nach Ansicht der Anklagebehörde hat er Waffe und Munition nicht sicher verwahrt. Pflieger sagte, der Prozess vor dem Landgericht werde erweisen, dass Polizei und Justiz in diesem Fall nichts zu verbergen hätten.

Bei seinem Amoklauf am 11. März hatte Tim K. in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Waffe hatte er aus dem Schlafzimmer der Eltern entwendet. [tf/jas/ddp/]

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