Microsoft flirtet mit Murdoch: Bündnis gegen Google

24. November 2009 | by Alex Reiger

bing microsoft techfever.

Zwei angeschlagene Giganten schlagen zurück: Der amerikanische Software-Riese Microsoft und das Medien-Konglomerat News Corp. des umstrittenen Rupert Murdoch planen laut der britschen „Financial Times“ (FT) ein Bündnis gegen den Web-Riesen Google im Internet.

Künftig sollen der Gemeinschafts-Offensive nach bestimmte Medieninhalte aus dem Murdoch-Media-Reich («Wall Street Journal», «Times», «Sun», «Fox News» u.a.) nur noch über die neue Microsoft-Suchmaschine Bing.com auffindbar sein – und dagegen von Google ausgesperrt werden.

In ersten Gesprächen mit dem weltgrößten Software-Konzern sei bereits ausgelotet worden, ob Murdochs Medienkonzern News Corp seine Nachrichten und sonstige Medieninhalte künftig exklusiv und gegen Bezahlung über die Web-Seiten von Microsoft und dessen Suchmaschine Bing.com bereitstellen könnte, so die «Financial Times».

Microsoft sei auch mit anderen großen Verlegern in Kontakt und wolle die Medien-Unternehmen dazu bewegen, ihre digitalen Inhalte aus dem Suchmaschinen-Index des Erzrivalen Google zu entfernen, so die Zeitung.

Berichten des US-Tech-Blogs «TechChrunch» zufolge haben sich die Verhandlungspartner bereits am 10. November getroffen. Allerdings:  Wie der deutsche Medien-Branchendienst Meedia recherchiert haben will, waren keine deutschen Verleger bei dem Microsoft-Geheimtreffen mit Medienunternehmen und Verlegern dabei: Die Kollegen konnten in Deutschland keinen einzigen Teilnehmer des Treffens aufspüren.

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