HP: Gewinn steigt um 14 Prozent auf 2,4 Mrd Dollar

24. November 2009 | by Alex Reiger

Mark Hurd CEO Hewlett-Packard,

Gute Nachrichten aus dem Silicon Valley. Der weltgrößte Computer-Hersteller Hewlett-Packard (HP) kommt dank strikten Sparmaßnahmen des HP-Chefs Mark Hurd (Bild oben) und der Stärke des Service und Dienstleistungs-Sektors mit Milliarden-Gewinnen durch die Wirtschaftskrise.

Allerdings: Während der Service-Bereich erneut ordentlich wachsen konnte, gab es im eigentlichen Kerngeschäft mit PCs, Computer-Servern, Druckern und Software satte Rückgänge.

In dem Ende Oktober abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal steigerte dasUnternehmen den Gewinn um 14 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Der Umsatzschrumpfte dabei um acht Prozent auf 30,8 Milliarden Dollar, wie Hewlett-Packard(HP) am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.

HP ist der weltgrößte PC-Hersteller. Die schwächere Nachfrage derUnternehmen und der Trend zu Billig-Notebooks prägten das Geschäft in diesemBereich auch in den vergangenen Monaten. Während im Jahresvergleich acht Prozentmehr Geräte abgesetzt wurden, sank der Quartalsumsatz um zwölf Prozent auf 9,9Milliarden Dollar. Der operative Gewinn fiel um ein Viertel auf 460 MillionenDollar.

HOFFEN AUF WINDOWS 7

Die PC-Hersteller hoffen, dass mit dem neuen Betriebssystem Windows 7 vonMicrosoft auch Unternehmen in großen Stil ihre Computeraustauschen werden. Windows 7 werde gut am Markt angenommen, sagte HP-Chef MarkHurd. Allerdings hatte das neue Windows mit dem Start im Oktober noch praktischkeinen Einfluss auf das Geschäft im vergangenen Quartal.

Bei Druckern, dem traditionellen zweiten HP-Standbein, schrumpfte derQuartalsumsatz um 15 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Die Zahl der verkauftenGeräte sank um ein Fünftel, bei gewerblich genutzten Geräten gab es sogar einenEinbruch von 38 Prozent. Den operativen Gewinn konnte HP aber stabil bei 1,2Milliarden Dollar halten. Das Unternehmen setzt unter anderem auf Druck-Stationen in Wal-Mart-Supermärkten, um das Geschäft anzukurbeln.

FLUCHT IN DIENSTLEISTUNGEN

Wie andere Computerkonzerne sucht Hewlett-Packard einen Ausgleich für dasschrumpfende Geräte-Geschäft in Dienstleistungen. So kaufte HP denIT-Dienstleister Electronic Data Systems (EDS) und bautenach der Übernahme 19 000 Arbeitsplätze ab. Im Service-Geschäft stieg der Umsatzum acht Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar und der operative Gewinn schoss um 48Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar hoch. Die Integration von EDS verlaufeschneller als geplant, hieß es.

Um das Hardware-Geschäft zu stärken, will HP den Netzwerk-Spezialisten 3Comkaufen. Der Konzern erhoffe sich dadurch unter anderem Zuwächse in China, sagteHurd. Es gehe auch um eine bessere Vernetzung verschiedener Produkte.

Im gesamten Geschäftsjahr schrumpfte der Gewinn um acht Prozent auf 7,7Milliarden Dollar. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 114,8 Milliarden Dollarzurück. [tf/mari/dpa]

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