Nokia Siemens Networks greift weiter nach Nortel-Netzwerk-Geschäft

19. November 2009 | by TechFieber.de

Nortel CEO Mike Zafirovski TechShowNetwork.

Das deutsch-finnische Joint-Venture lässt nicht locker. Die Optionen scheinen schlicht zu verlockend. Die Rede ist vom Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN), der weiter wachsen will und daher seit Monaten mit einer Übernahme des Netzwerk-Geschäfts des insolventen Rivalen Nortel liebäugelt.

Nun soll Nokia Siemens Networks laut informierten Kreisen erneut für die Networking-Sparte von Nortel (im Bild oben Nortel-CEO Mike Zafirovski) ein Angebot vorlegen. Und zwar biete NSN gemeinsam mit dem Finanzinvestor One Equity Partners für die optischen und die sogenannten Carrier-Netzwerk-Geschäfte von Nortel, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Mittwoch.
Damit träte NSN in Konkurrenz zu Ciena, die gut eine halbe Milliarde Dollar geboten haben. Ob es einen weiteren Interessenten gibt, ist unklar.

Nortel verkauft nach und nach seine einzelnen Sparten, um die Gläubiger zu bezahlen. NSN hatte bereits vor einigen Monaten versucht, sich das Mobilfunk-Geschäft der Kanadier zu sichern. Letztlich schnappte dem deutsch-finnischen Gemeinschaftsunternehmen aber der schwedische Rivale Ericsson die Sparten vor der Nase weg. Kurz darauf quittierte NSN-Chef Simon Beresford-Wylie den Dienst.

In der Branche wird spekuliert, er sei gegangen, weil ihm die Anteilseigner Nokia und Siemens die Unterstützung für das Nortel-Geschäft versagt hätten. NSN schreibt immer wieder hohe Verluste und verliert Marktanteile an die Konkurrenz. In der Folge kommt es zu einem weiteren Stellenabbau. [tf/biz/dpa] [Photo Nortel CEO Mike Zafirovski by TechshowNetwork]

Mehr bei TechFieber zum Thema: Übernahme

Antwort schreiben