[Medien] Gruner+Jahr soll Russland-Titel an Springer verkaufen

18. November 2009 | by TechFieber.de

Osteuropa-Deals deutscher Verlagsriesen: Der Großverlag Gruner+Jahr („Stern“, „Geo“, „FTD“, „Merian“) will sich dem Münchner Branchendienst „W&V“ zufolge aus dem Riesenreich Russland zurückziehen.

Laut W&V verhandelt die Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann mit dem Axel Springer Verlag („Bild“, „Welt“) über einen Verkauf seiner russischen Zeitschriftentitel.

Ein Springer-Sprecher sagte auf ddp-Anfrage: «Gerüchte und Spekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht.» Auch ein G+J-Sprecher sagte, zu Spekulationen nehme man keine Stellung.

Wie das Magazin weiter schreibt, ist unklar, ob Springer an allen oder nur einigen G+J-Titeln interessiert ist. Offenbar sei dies eine Frage des Preises, heiße es in Firmenkreisen. Hintergrund für den Rückzug von G+J ist laut «W&V», dass das Verlagshaus wegen der Anzeigenkrise massiv auf die Kostenbremse drücken müsse.

G+J ist seit 1997 auf dem russischen Zeitschriftenmarkt vertreten und gibt die Magazine «Geo», «Geolenok», «Geo Traveller» und «Gala Biografia» heraus. Springer gibt in Russland das monatliche Wirtschaftsmagazin «Forbes» sowie das wöchentliche Nachrichtenmagazin «Newsweek» heraus. Außerdem erscheint bei der Tochtergesellschaft seit März 2006 zweiwöchentlich die russische Ausgabe von «Computer Bild». Seit November 2006 verlegt Springer die wöchentliche russische Ausgabe des People-Magazins «OK!». [tf/media/ddp]

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