IBM klagt: Kein Aufschwung in Sicht

17. November 2009 | by TechFieber.de

IBM Blue

Zu früh gefreut: Auch wenn die Zeichen in der IT-Branchen laut einigen Beobachtern deutlich in Richtung Aufschwung stehen, gibt es an der Basis, sprich dem Tagesgeschäft bei den IT-Schwergewichten noch längst keine Entwarnung.

Selbst die verwöhnte Schönwetterfirma IBM (die jüngst einen satten 3,2-Mrd-Dollar-Gewinn berichten konnte) jammert, dass die Kunden weiter äußerst zurückhaltend bei IBM bestellen. Von Aufschwung sei noch keine Spur zu spüren, sagt etwa ein äußerst pessimistischer IBM-Software-Chef Steve Mills heute im „Handelsblatt“. Entsprechend stellt sich der Software- und Server-Riese weiterhin auf eine lange Flaute ein.

„Es geht zwar nicht mehrabwärts, ein breiter Aufschwung ist aber auch noch nicht zu erkennen“, so IBM-Softwarechef Steve Mills. Die IT-Industrie werde noch lange nicht zur Tagesordnung übergehen können, zu unsicher sei dieLage der Weltwirtschaft.

IBM dämpft damit die Hoffnungen auf eine schnelle Gesundung der IT-Branche.Die jüngsten Quartalszahlen der führenden Anbieter waren von Investoren undBranchenbeobachtern als Zeichen gedeutet worden, dass die Industrie schon baldwieder deutlich zulegen könnte.

Danach sieht es nach Ansicht von Mills aber nicht aus, die angespannte Lagewerde sich nur ganz allmählich bessern. Der Grund: Die Abnehmer seien nach wievor nicht bereit, den Blick nach vorne zu richten und zukunftsgerichteteProjekte zu starten: „Kostensenkungen spielen noch immer in allen Gesprächen mitden Kunden eine große Rolle.“

Trotz der ungünstigen Umstände gebe es auch Zeichen der Hoffnung. „DieFirmen haben ihre Kosten gedrückt und dadurch wieder mehr Spielraum fürInvestitionen.“ Deshalb würden in Gesprächen mit den Abnehmern zunehmendstrategische Aspekte diskutiert. Im abgelaufenen Quartal erzielte IBM mitSoftware einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden Dollar, knapp drei Prozent wenigerals ein Jahr zuvor. Der Konzern bietet ein breites Spektrum an, vonE-Mail-Software bis zu Programmen zur Analyse von Unternehmensdaten.

Zu immer wieder aufkommenden Spekulationen, IBM könnte den deutschenSAP-Konzern aufkaufen, sagte Mills: „Die Übernahmegerüchte sindalbern.“ [Tf/mast/dpa]

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[Photo Argonne National Laboratory via Flickr / CC BY-SA 2.0]

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