Digital-Kameras mit APS-C-Sensor besser als Vollformat

17. November 2009 | by Alex Reiger

Nikon D700 by techfever.

Überraschung: Tests der Fachzeitschrift «ColorFoto» zufolge sind Digital-Kameras mit APS-C-Sensor teilweise besser als Digi-Cams mit Vollformat-Bildsensoren.

Vollformat-Kameras sind das Lieblingswerkzeug vieler ambitionierter Fotografen. Doch die Digitalkameras mit den 36 mal 24 Millimeter großen Sensoren kosten derzeit mindestens 600 Euro mehr als Schwestermodelle mit dem kleineren, nur 23 mal 15 Millimeter großen Sensor. In manchen Fotosituationen haben die APS-C-Modelle gegenüber den Vollformat-Kameras jedoch sogar Vorteile, wie die Zeitschrift «ColorFoto» (Ausgabe 12/2009) nach einem Test entsprechender Vollformat- und APS-C-Modelle von Canon (EOS 5D Mark II/EOS7D), Nikon (D700/D300s) und Sony (Alpha 850/550) DSLR berichtet.

Die Bildqualität der Vollformat-Kameras ist theoretisch deutlich besser, denn umso größer die Fläche des Sensors ist, desto mehr Licht kann er einfangen. Für die Kameras sind die Voraussetzungen für rauscharme Aufnahmen dadurch besser. Wie die Zeitschrift weiter berichtet, haben Fotografen vor allem dann Vorteile bei der Nutzung von Vollformat-Kameras, wenn sie bewusst mit selektiver Unschärfe arbeiten oder bestimmte Motive vom Hintergrund absetzen wollen. Landschaftsfotografen profitierten dagegen vom kleineren APS-C-Sensor.

«Wer selten Empfindlichkeiten von ISO 1600 und höher nutzt, investiert die 600 Euro Differenz zwischen D700 und D300s besser in ein höherwertigeres Objektiv», sagt Autor Karl Stechl mit Blick auf die beiden Nikon-Modelle. Dagegen biete die Vollformat-Kamera EOS 5D Mark II von Canon durchgängig eine höhere Bildqualität als die APS-C-Kamera EOS 7D. Sonys Consumer-Modell Alpha 550 sei bereits ab ISO 400 der Vollformatkamera 850 in fast allen die Bildqualität bestimmenden Punkten überlegen. [tf/mast/ddp]

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