Tech-Ausverkauf: Qimonda verramscht Inventar in München

16. November 2009 | by Reah

qimonda press by techfever.

Bittere Pille für den Münchner Chip-Bauer Qimonda samt seiner Insolvenz-Verwalter – dagegen Freude bei den Hightech-Schnäppchenjägern in Bayern: Der insolvente Speicher-Chip-Hersteller Qimonda startet auch am Firmen-Hauptsitz in München den Ausverkauf seines Inventars.

Ab Mittwoch dieser Woche (sprich ab dem 18. November) stünden auf dem Firmengelände der Infineon-Tochter Geräte wie Monitore, Drucker, Beamer, Desktops und Notebooks zum Verkauf, sagte heute ein Sprecher von Insolvenzverwalter Michael Jaffé.

Der Erlös der Aktion fließt der Insolvenzmasse zu. Sie richtet sich an gewerbliche Kunden, die mehrere tausend Einzelteile erstehen können.

Seit Beginn des Ausverkaufs im Dresdner Werk Ende September sei ein niedriger einstelliger Millionenbetrag erzielt worden, sagte der Sprecher. Dort soll die Aktion noch bis Weihnachten weitergehen. In München ist der Inventarverkauf zunächst eintägig geplant, könnte aber bei entsprechender Resonanz auch im Wochenturnus veranstaltet werden.

Die Infineon-Tochter Qimonda mit einst weltweit rund 12.000 Beschäftigten hatte im Januar nach drastischem Preisverfall in der Branche und hohen Verlusten Insolvenzantrag gestellt. Mittlerweile sind in Dresden noch rund 140 und in München gut 130 Mitarbeiter mit der Verwertung beschäftigt. Bundesweit waren es ursprünglich 4.600 Beschäftigte. [tf/atar/dpa]

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