Gewinneinbruch bei Axel Springer – Digital-Geschäft wächst

11. November 2009 | by TechFieber.de

Axel Springer Gebäude Berlin.

Krise, Krise, Krise. Auch beim Berliner Medienkonzern Axel Springer. Der Boulevard-Verlag und Verleger der „Bild“-Zeitung hat wegen der Werbe- und Anzeigenflaute in den ersten neun Monaten 2009 deutlich weniger verdient.

Bereinigt um Sonderfaktoren wie die Trennung von Beteiligungen an Regionalzeitungen lag der Gewinn bei rund 130 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Media-Riese aus Berlin noch 165,4 Millionen Euro verdienen können.

Unbereinigt wies Springer einen Nettogewinn von 317 Millionen Euro aus, nach 560,5 Millionen Euro vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 5,4 Prozent auf rund 1,89 Milliarden Euro.

Positiv entwickelt sich bei Springer insbesondere der Digital-Sektor: Der Bereich digitaler Medien erwies sich wieder als größter Wachstumstreiber und erreichte kräftige Zuwächse – mit einem Umsatz von über 310 Mio Euro festigt sich der Digital-Sektor seine Position als drittgrößte Ertragssäule des Springer-Konzerns.

Das Segment „Zeitungen National“ (unter anderem „Bild“ und „Welt“) sei trotz Konjunkturkrise und schwacher Werbekonjunktur „hoch profitabel“ geblieben, so der Konzern heute Morgen. Der Umsatzrückgang habe sich im dritten Quartal verlangsamt.


Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner sagte anlässlich der Präsentation der Geschäftszahlen:

„Axel Springer hat sich in einem äußerst schwierigen Markt deutlich besser geschlagen als erwartet. Unsere inländischen Zeitungen und Zeitschriften haben im dritten Quartal ihre Margen auf hohem Niveau gehalten oder sogar verbessert, im internationalen Printgeschäft blieben wir dank schneller Kostenanpassungen profitabel. Unser digitales Geschäft wächst stabil und hat bereits nach neun Monaten die Umsatzmarke von EUR 300 Mio. überschritten.

Wir nutzen unsere starke finanzielle Position, um unser Geschäft durch Akquisitionen wie StepStone und Digital Window auszubauen, und wir investieren antizyklisch in unsere bestehenden Zeitungsmarken. Allein im vierten Quartal werden wir zusätzlich EUR 20 Mio. für intensive Marketingprogramme vor allem für ‚Bild‘ und ‚Welt‘ aufwenden.“

Zum Thema:

[Photo: Springer Gebäude Berlin Flickr.com/photos/campus-of-excellence/ / CC BY 2.0]

Mehr bei TechFieber zum Thema:

Comment (1)

  1. CesBlogger says:

    die gute nachricht hieran ist dass neben des Gewinneinbruchs bei Springer das Digital Geschäft wächst. Also weiter so!

Antwort schreiben