Zoff um digitale Bücher: Google und Verlage bekommen etwas Aufschub

10. November 2009 | by Reah

All your books... by Andrew Turner.

Leichte Entspannung im Zoff um die umstrittene Bücher-Digitalisierung des kalifornischen Internet-Riesen Google. Nun hat ein amerikanisches Gericht entschieden, dass Google und die US-Verleger etwas mehr Zeit für eine Neuauflage des Deals bekommen – immerhin gibt der zuständige New Yorker Richter Denny Chinbis Aufschub bis Freitag.

Eigentlich hätten die Streitparteien schon zu Beginn dieser Woche eine überarbeitete Version ihrer Vereinbarung vorlegen sollen, mit der Millionen urheberrechtlich geschützter Bücher von Google im World Wide Web vermarktet werden können.Der ursprüngliche Deal war unter anderem von Deutschland kritisiert worden.

Gestern versuchte nun auch der deutsche IT-Lobbyverband Bitkom einzulenken und hat einen Einigungsvorschlag von Google und US-Verlagen unterbreitet und will damit die seit Monaten kontrovers geführte Diskussion um Bücher-Digitalisierungen versachlichen.

„Sowohl das Buch-Projekt von Google als auch europäische Initiativen bieten Chancen, Kulturgüter über das Internet besser zugänglich zu machen und Verlagen neue Einnahmequellen zu eröffnen“, sagte der Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer am Montag in Berlin.

Die Buchbranche steht der Online-Publikation sogenannter „verwaister Werke“ überwiegend kritisch gegenüber. Als verwaiste Werke bezeichnet man Bücher, die nicht mehr in Papierform verlegt werden und deren Rechteinhaber kaum noch ausfindig gemacht werden können.

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[Photo: Google Digitization signs are all over the Michigan engineering library /Flickr.com/photos/ajturner/ / CC BY 2.0]

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