SchülerVZ unter Druck: Social Network bot Hacker Geld an

7. November 2009 | by Alex Reiger

social-network-schuelervz von techfever.

Der Datenskandal beim Social Network SchülerVZ weitet sich immer mehr aus – und bringt den Betreiber des Jugend-Netzwerkes VZnet Netzwerke in arge Erklärungsnot. Denn Recherchen des Nachrichtenmagzins «Der Spiegel» zufolge soll das Unternehmen, das zum Holzbrinck-Verlag gehört, dem SchülerVZ-Hacker im Chat Geld angeboten haben.

Nach dem Selbstmord des mutmaßlichen Erpressers von VZnet Netzwerke (SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ) bringen laut dem «Spiegel»-Bericht Chatprotokolle das betroffene Unternehmen in Erklärungsnot. Matthias L., der in der Szene unter dem Pseudonym «Exit» auftrat, habe vor seiner Festnahme tagelang mit der Firma VZnet Netzwerke über eine Datenrückgabe verhandelt, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin am Samstag vorab.

Der 20-Jährige hatte mit einem selbst geschriebenen Programm Daten von VZ-Nutzern zusammengetragen. Als das Sicherheitsleck bekanntgeworden sei, habe der Technikchef der VZ-Gruppe «Exit» am 17. Oktober über das Internet kontaktiert, schreibt der «Spiegel».

Das Protokoll des Chats zeige, dass der Firmenangestellte selbst mehrfach das Thema Geld angesprochen habe. Wenn man es schaffe, die Daten zu lokalisieren und zu löschen, dürfe «uns das auch was kosten», habe es etwa geheißen. Oder: «Du – und andere können bei uns rumhacken, wie sie wollen. Ich bezahl euch sogar gerne dafür» – unter der Bedingung: «Wenn ich jemanden dafür bezahle, möchte ich, dass das nicht public wird.»

Das Unternehmen hatte bestritten, dass es zuerst die VZ-Seite gewesen sei, die Geld in Aussicht gestellt habe. Mit den entsprechenden Chat-Passagen konfrontiert, sagte VZ-Geschäftsführer Markus Berger-de León laut «Spiegel», er bleibe bei dieser Darstellung: «Zu Einzelheiten nehme ich keine Stellung.» (ar/tf/ddp)

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Kommentare (2)

  1. Topsy says:

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  2. Filetype: Mensch says:

    Bin zwar spät dran zu so nem Artikel nen Kommentar zu schreiben, aber ich mein versetzt man sich in die Lage vom Technikchef… Wie hätte man selbst reagiert?
    Hab selbst ne Website und da hab ich zu solchen Fällen das so geschrieben:

    @mögliche Hacker:
    Ihr Wisst um wichtigsten Punkte der Hackerethik.

    1. Mülle nicht in den Daten anderer Leute
    2. Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen

    In diesem Sinne: Falls jemand von euch hier Lücken entdeckt, schreibt bitte ne Mail an mich, wenns geht mit nem Verbesserungsvorschlag. Aus Respekt vor der Privatsphäre der hier angemeldeten Nutzer verbreitet ihr Daten nicht.

    @mögliche Scriptkiddies und andere Gestörte:
    Bei euch ist schon der Versuch verboten. Ich nehme mir das Recht gegen euch vor zu gehen sollte ich von gewissen Machenschaften Wind bekommen.

    —–

    So ists auch mit der Geldfrage gelöst.
    Sollten die Hacker die Daten verbreiten, fallen se unter den Punkt „andere Gestörte“, da sie den hinteren Teil vom 2. Punkt der Hackerethik nicht einhalten würden.
    Eigentlich einfach…

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