DuMont Schauberg macht Netzeitung dicht

7. November 2009 | by TechFieber.de

Netzeitung

Redakteure raus – automatisiertes Nachrichtenportal rein: Schade, schade. Aber der Kölner Verlag DuMont Schauberg gibt der einst so ambitioniert gestarteten «Netzeitung» keine Chance mehr und stampft die erste echte deutsche Internet-Zeitung (mit großem Budget) ein für alle mal ein.

Als Begründung nennt das Medienhaus „wirtschaftliche Gründe“, daher werde „das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben», so der Media-Konzern am Freitagabend.

Sämtlichen Mitarbeitern werde «in Kürze betriebsbedingt gekündigt». Es sollen gut ein Dutzend Stellen betroffen sein. Bestehende vertragliche Verpflichtungen der Internetzeitung sollten im ersten Quartal 2010 noch erfüllt werden. Geplant sei ferner, die «Netzeitung» zukünftig als automatisiertes Nachrichtenportal zu nutzen.

Der DuMont-Verlag hatte die «Netzeitung» erst Anfang 2009 zusammen mit dem Berliner Verlag und der «Hamburger Morgenpost» von der britischen Mecom-Gruppe gekauft.

Aus der Redaktion verlautet heute morgen auf der „Netzeitung“-Webseite wehmütig:

„Liebe Leserinnen, liebe Leser, kurz vor dem zehnjährigen Jubiläum müssen wir uns von Ihnen verabschieden (…) Wir bedauern die für die Mitarbeiter mit der Entscheidung verbundenen Härten. In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich aber nicht zu betreiben.“

(tf/jas/ddp)

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , , , ,

Antwort schreiben