Deutsche Telekom: Gewinnsteigerung um 5,2 Prozent – OTE sei Dank

5. November 2009 | by TechFieber.de

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Die Deutsche Telekom muss wieder mal einen dicken Dankesgruß nach Griechenland schicken. Denn die positive Geschäftsentwicklung im letzten Quartal ist insbesondere der griechischen Telekom-Tochtergesellschaft OTE zu verdanken.

Rumdum hat die Deutsche Telekom im dritten Quartal erneut von der Erstkonsolidierung der griechischen Gesellschaft OTE profitiert und Umsatz und operativen Gewinn erhöht.

Wie der Bonner DAX-Konzern soeben mitteilte, kletterten die Erlöse von Juli bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte ebenfalls um 5,2 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro zu. Damit lag das Ergebnis leicht über den Schätzungen von Analysten, während der Umsatz den Prognosen entsprach.

Zudem bestätigte der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Somit rechnet die Telekom 2009 ohne Einbeziehung von OTE nach wie vor mit einem bereinigten Ebitda um 2,0 bis 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert von rund 19,5 Milliarden Euro.

OTE steuerte im dritten Quartal 1,5 Milliarden Euro zum Umsatz und 0,6 Milliarden Euro zum operativen Ergebnis bei. Die Bonner haben zwar nur eine Minderheitsbeteiligung an OTE, können die Gesellschaft aber dank einer Vereinbarung mit Griechenland seit dem 1. Februar dieses Jahres voll konsolidieren. OTE ist neben dem Heimatmarkt unter anderem auch in Bulgarien und Rumänien aktiv.

— Mehr Info und offizielle Pressemitteilung hierzu nach dem Seitenwechsel

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techPR press release – Deutsche Telekom bestätigt nach gutem dritten Quartal Jahresprognose
05.11.2009

Die Deutsche Telekom setzt mit guten Zahlen zum dritten Quartal die positive Entwicklung des Vorquartals fort. Der Konzern bestätigt deshalb seine im April angepasste Jahresprognose. Dies gilt trotz der zuletzt negativen Wechselkursentwicklung, vor allem der im Jahresverlauf ausgeprägten Schwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro. Früchte tragen weiter Sparanstrengungen und Effizienzsteigerungen: Zwischen Juli und September gelang es dem Unternehmen, die Profitabilität in allen operativen Segmenten gegenüber dem Vorquartal zu steigern.

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das bereinigte EBITDA um 5,2 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Der Free Cash-Flow lag mit 3,3 Milliarden Euro sowohl klar über dem Vorjahreswert von 2,2 Milliarden Euro als auch deutlich höher als der im gesamten ersten Halbjahr erzielte Wert von 1,8 Milliarden Euro.

Auf Neun-Monats-Basis ergeben sich ein Umsatzplus von 6,2 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2008 auf 48,4 Milliarden Euro sowie ein Anstieg des bereinigten EBITDA um 5,5 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Der Free Cash-Flow liegt wegen der schwachen Entwicklung zum Jahresanfang mit 5,1 Milliarden Euro noch leicht unter den 2008 zu diesem Zeitpunkt erreichten 5,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss sank gegenüber den ersten neun Monaten 2008 um 3,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

„Wir haben den positiven Trend des zweiten Quartals fortgesetzt und an Tempo gewonnen“, erklärte Vorstandsvorsitzender René Obermann. „Für die Märkte, die noch im ersten Quartal besonders im Fokus standen, Großbritannien, die USA und Polen, haben wir schnell reagiert und wirksame Maßnahmen eingeleitet.“

Das Geschäft der T-Mobile UK wurde im Jahresverlauf stabilisiert. Am 8. September haben die Deutsche Telekom und France Telecom exklusive Verhandlungen über die Bildung eines 50:50-Joint Ventures zwischen der britischen Tochter und Orange UK bekannt gegeben. In den USA machte der Ausbau des 3G-Netzes große Fortschritte. Der Verkauf 3G-fähiger Endgeräte sowie die stark steigenden Datenumsätze demonstrieren, dass das Unternehmen hier enorme Wachstumschancen besitzt. Die polnische Tochter PTC hat schließlich ihre Herausforderungen dank Effizienzsteigerungen bewältigt und ist inzwischen wieder erfolgreich auf dem polnischen Markt.

Das Programm Save for Service lief auch im dritten Quartal äußerst erfolgreich weiter. Die Einsparungen aus diesem Effizienzprogramm belaufen sich nun seit dem Start auf 5,4 Milliarden Euro gegenüber dem Jahr 2005. Die Deutsche Telekom wird ihre Sparanstrengungen fortsetzen und dabei die gesamte Kostenbasis des Konzerns adressieren. Einzelheiten dazu werden bei der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2009 bekannt gegeben.

Die Entwicklung der operativen Segmente im Überblick

Deutschland

Positive Zahlen präsentiert das operative Segment Deutschland, in dem in der neuen Berichtsstruktur des Konzerns die inländischen Festnetz- und Mobilfunkaktivitäten zusammengefasst wurden. Der Umsatz sank im dritten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 2,0 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA ging um 3,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurück.

Dabei verzeichnete das deutsche Mobilfunkgeschäft im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent und eine bereinigte EBITDA-Marge von 43,6 Prozent. Bei T-Mobile Deutschland stieg der Non Voice-Anteil am durchschnittlichen Monatsumsatz je Kunde (ARPU) gegenüber dem Vorjahr von 23,0 Prozent auf 27,0 Prozent. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen getrieben durch die Datenumsätze, die in den ersten drei Quartalen 2009 um 51,0 Prozent über dem Vorjahreswert lagen. Die Contract-Vertragsverhältnisse stiegen im dritten Quartal auf über 17,1 Millionen, unterstützt von einer starken Nachfrage nach dem Apple iPhone. Der prozentuale Anteil des Contract-Segments an der Gesamtkundenzahl konnte gegenüber dem Endwert des Vorjahresquartals auf 44,0 Prozent gesteigert werden.

Im deutschen Festnetzgeschäft sank der Quartalsumsatz gegenüber 2008 um 3,5 Prozent, während das bereinigte EBITDA um 2,6 Prozent zurückging. Daraus errechnet sich eine Verbesserung der EBITDA-Marge von 33,7 auf 34,0 Prozent. Highlight war die Entwicklung bei Entertain, dem Fernsehen der Zukunft. Die Zahl der vermarkteten Pakete lag zum Quartalsende bei 885 000 und damit auf einem guten Weg zum Jahresziel von einer Million Pakete.

Bei den DSL-Neukunden gab es die erwartete und zum Halbjahr angekündigte schwächere Entwicklung. Weil besonders im Juli und August viele der Verträge aus der Vermarktung von Komplettpaketen nach zwei Jahren ausliefen, ging der Netto-Neukundenmarktanteil im dritten Quartal auf 18,0 Prozent zurück. Auf Neun-Monats-Basis liegt dieser Wert jedoch mit 46,0 Prozent weiter auf dem Niveau des Zielwertes für das Gesamtjahr von mindestens 45,0 Prozent. Die Zahl der DSL-Kunden, die den Anbieter wechselten, hatte auch Einfluss auf die Zahl der Anschlussverluste. Diese lag im dritten Quartal mit 573 000 leicht über Vorjahresniveau. Der Wert von 1,65 Millionen Anschlussverlusten nach neun Monaten weist aber darauf hin, dass im Gesamtjahr der Vorjahreswert von knapp 2,5 Millionen mit rund 15,0 Prozent deutlich unterschritten werden dürfte.

USA

T-Mobile USA gelang es, in einem schwierigen Quartal die Marge stabil zu halten und gleichzeitig durch den raschen Ausbau des 3G-Mobilfunknetzes die Basis für künftiges Wachstum zu legen. So wurde die Netzabdeckung zwischen Juli und September um fast 50,0 Prozent auf jetzt ca. 170 Millionen Menschen gesteigert. Das Ziel einer Abdeckung von 200 Millionen Menschen zum Jahresende bleibt bestehen. Zusätzlich wird das Angebot an 3G-fähigen Endgeräten für die Kunden auf 24 bis zum Jahresende erweitert.

Mit dem Ausbau der Zahl eigener Shops und der Vertriebsvereinbarung mit der amerikanischen Elektronik-Fachhandelskette Radio Shack hat T‑Mobile USA seine Vertriebsoberfläche von 5 300 Shops zur Jahresmitte auf aktuell rund 9 300 Shops erweitert. Darüber hinaus wurden vor wenigen Tagen die neuen Even-More-Tarife vorgestellt, die im Vergleich zu den Haupt-Wettbewerbern AT&T und Verizon Preisvorteile von bis zu 42,0 Prozent bieten und damit die Position von T-Mobile USA als dem Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis stärken.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Auf Dollarbasis ergab sich ein Rückgang um 2,3 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar. Gleichzeitig lag die bereinigte EBITDA-Marge mit 29,0 Prozent klar über dem Wert des dritten Quartals 2008 von 28,4 Prozent. T-Mobile USA erzielte ein bereinigtes EBITDA von 1,1 Milliarden Euro, 5,0 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Mit einem Verlust von 77 000 Kunden im dritten Quartal verlief die Ent­wicklung der Kundenzahl unbefriedigend. Weiterhin wachstumsstark präsentiert sich das Geschäft mit mobilen Datendiensten. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Erlöse hier um 40,0 Prozent auf 575 Millionen US-Dollar. Ein Hauptgrund ist die sprunghaft wachsende Verbreitung 3G‑fähiger Endgeräte. Allein im dritten Quartal wuchs die Zahl dieser Geräte im T-Mobile Netz um ein Drittel gegenüber der Jahresmitte auf 2,8 Millionen.

Europa

Die im neuen operativen Segment Europa zusammengefassten Mobilfunkgesellschaften in Großbritannien, Polen, den Niederlanden, Österreich und Tschechien behaupteten sich in einem schwierigen Umfeld. Auf vergleichbarer Basis fiel der Segmentumsatz im dritten Quartal um 13,2 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA ging um 2,6 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro zurück. Dabei machten sich sowohl negative Währungseffekte – vor allem in Polen und Großbritannien – als auch die Reduzierung von Terminierungsentgelten negativ bemerkbar.

Fast alle Landesgesellschaften steigerten die bereinigte EBITDA-Marge dank strikter Kostendisziplin. Besonders deutlich fiel die Verbesserung in den Niederlanden aus, wo die Marge nach 19,1 Prozent im Vorjahr auf 28,3 Prozent kletterte. In Österreich wurde gleichzeitig ein Zuwachs um 7,9 Prozentpunkte auf 31,5 Prozent erreicht. In Großbritannien setzte sich die Erholung im Jahresverlauf fort. Die Marge lag um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert, aber um 3,9 Prozentpunkte über dem Wert des zweiten Quartals.

Bei den Kundenzahlen erzielte die polnische PTC mit 99 000 neuen Vertragskunden den besten Wert. Insgesamt betreuten die Mobilfunkgesellschaften im Segment Europa zum 30. September 44,4 Millionen Kunden, darunter 17,9 Millionen Vertragskunden.

Süd- und Osteuropa

Im dritten Quartal 2009 hat sich das Segment Süd- und Osteuropa weiterhin positiv entwickelt. Durch die erstmalige Einbeziehung der OTE-Gruppe seit Februar dieses Jahres verzeichnete das Segment im dritten Quartal einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um rund 1,4 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum stieg das bereinigte EBITDA um 0,5 Milliarden Euro bzw. 83,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Die OTE-Gruppe trägt mit 1,5 Milliarden Euro wesentlich zu dieser positiven Entwicklung bei. Der Beitrag zum bereinigten EBITDA beträgt 0,6 Milliarden Euro.

Die Umsätze der übrigen Landesgesellschaften in Ungarn, Kroatien, Slowakei, Mazedonien und Montenegro sind im dritten Quartal auf Euro-Basis zurückgegangen. Die Ursache hierfür sind vor allem eine negative Entwicklung der Wechselkurse – im Wesentlichen in Ungarn aufgrund des deutlich gesunkenen Forint – sowie ein anhaltend hoher Wettbewerbsdruck. Das Breitbandwachstum in allen Ländern konnte den Umsatzrückgang im klassischen Festnetz nicht vollständig ausgleichen. Dank Kostenein­sparungs­maßnahmen konnten die Umsatzrückgänge jedoch teilweise kompensiert werden.

Die EBITDA-Margen konnten in allen Ländern auf hohem Niveau stabilisiert und teilweise sogar gesteigert werden.

Der Breitbandmarkt in Süd- und Osteuropa wächst auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2009. Zum Stichtag waren insgesamt 3,7 Millionen Breitbandanschlüsse im Bestand. Dies bedeutet einen Anstieg um 576 000 Anschlüsse gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Darin enthalten sind 337 000 Breitbandanschlüsse des Festnetzes der OTE Griechenland und der Romtelecom (Rumänien).

Der Mobilfunkmarkt weist in mehreren Ländern bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein verlangsamtes Wachstum auf, in Ungarn und der Slowakei stagnierende Kundenzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Alle Mobilfunkgesellschaften trugen jedoch absolut zum Anstieg der Vertragskunden bei. In den ersten neun Monaten konnten über 2 Millionen Nettoneukunden hinzugewonnen werden. Insgesamt betreuten die Mobilfunkgesellschaften im Segment Süd- und Osteuropa zum Stichtag 33,7 Millionen Kunden.

Die Integration der OTE läuft weiterhin sehr gut. Bis Ende September wurden Synergien auf Jahresbasis von mehr als 100 Millionen Euro erzielt. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet die Deutsche Telekom – bedingt durch die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen im Jahresverlauf – einen Netto-Gesamt-Effekt von rund 70 Millionen Euro.

Systemgeschäft

Das Geschäft von T-Systems war auch im dritten Quartal von einer deut­lichen Verbesserung der Profitabilität gekennzeichnet. Darüber hinaus wirkte sich die Finanz- und Wirtschaftskrise wie in der gesamten Branche aus.

Der Gesamtumsatz im Systemgeschäft ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Das Geschäft mit Kunden außerhalb der Deutschen Telekom lag in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 bei einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro – ein Rückgang um 2,8 Prozent im Jahresvergleich, der die allgemeine Marktsituation widerspiegelt. Gerade bei neuen Projekten üben die Kunden wegen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise Zurückhaltung. Der internationale Umsatz stieg dagegen um rund 1,0 Prozent und setzte die positive Entwicklung der Vorquartale fort.

Das bereinigte EBITDA stieg im dritten Quartal um 13,8 Prozent auf 231 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT betrug 64 Millionen Euro nach 12 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Damit erreichte die EBIT-Marge – eine wichtige Kennziffer im Systemgeschäft – 3,0 Prozent nach 0,5 Prozent im gleichen Zeitraum 2008.

Zur schwächeren Umsatzentwicklung trug vor allem das inländische Geschäft bei. Hier gingen die Erlöse zwischen Juli und September um 8,5 Prozent zurück. Außerdem fielen die konzerninternen Umsätze über­proportional um 11,1 Prozent. Dies demonstrierte ein weiteres Mal den Beitrag von T-Systems zu den Sparanstrengungen der Deutschen Telekom.

Beim Auftragseingang verzeichnete T-Systems im dritten Quartal einen Rückgang um 11,7 Prozent gegenüber 2008 auf 1,7 Milliarden Euro. Unter anderem im Automotive-Bereich zeigten sich die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Umso erfreulicher ist es, dass T-Systems nennenswerte Großaufträge gewinnen konnte, wie zum Beispiel mit dem Automobilzulieferer Continental. Auch international hat T-Systems wichtige Aufträge wie den mit Nobel Biocare, dem Weltmarktführer für Dentallösungen, gewonnen. Zudem übernimmt T-Systems mit Zustimmung des Kartellamts alle Hosting-Kunden von SAP in Europa und wird künftig die Softwareanwendungen von fast 90 Unternehmen in eigenen Rechenzentren betreuen.

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