Winnenden: Vater des Amok-Läufers Tim K. muss nicht vor Gericht

31. Oktober 2009 | by TechFieber.de

Jörg K., Vater des Amokläufers von Winnenden, Tim K., muss sich nach dem Willen der Staatsanwaltschaft Stuttgart nicht vor Gericht verantworten, berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» heute vorab.

Der Zeitschrift zufolge habe die Justizbehörde lediglich einen Strafbefehl gegen Jörg K. beantragt. Ihm werde der Vorwurf der fahrlässigen Tötung gemacht, weil er seine Waffen nicht ausreichend gesichert habe.

Über den Antrag müsse nun die nächst höhere Instanz entscheiden, die Stuttgarter Generalstaatsanwaltschaft, schrieb das Blatt. Dort werde der Vorgang als äußerst sensibel eingestuft. Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger werde den Antrag nicht routinemäßig durchsehen und dem Votum der Strafverfolger vertrauen.

Pflieger habe vielmehr eine intensive Prüfung und eine eigene Bewertung seines Hauses angeordnet. Entscheidend sei die Frage, ob die Eltern des Amoktäters Tim K. von den psychischen Problemen ihres Sohnes wussten. Wenn ja, hätte der Vater die im Haus verwahrten Schusswaffen und die dazu gehörige Munition strenger unter Verschluss halten müssen.

Tim K. hatte am 11. März 15 Menschen und sich selbst getötet. Die Tatwaffe, eine Pistole, hatte er aus dem Schlafzimmer der Eltern entwendet. (ar/tf/ddp)

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