
Die Konsole klemmt. Besser gesagt die Umsätze mit der Konsole. Nintendo muss einen herben Absatz-Einbruch seines Bestsellers verschmerzen. Die Rede ist von der Kult-Gaming-Maschine Wii. Mit rund 5,7 Millionen Einheiten der Daddel-Konsole verkaufte der japanische Spiele-Riese aus Kyoto in den sechs Monaten bis zum 30.9. in diesem Jahr sage und schreibe 43 Prozent weniger Wii-Konsolen als im entsprechenden Vorjahres-Zeitraum.
Zudem bitter für Nintendo: Der Verkauf der mobilen Nintendo DS ist ebenso eingeknickt, und zwar von 13,7 Millionen Mini-Konsolen für unterwegs auf nur etwas mehr als zehn Millionen DSi-Einheiten.
Entsprechend stürzt nun der Nintendo-Gewinn in der ersten Jahreshälfte 2009 um 52 Prozent ab (auf 69,5 Milliarden Yen, bei einem Umsatz von 548 Milliarden Yen nach 836,8 Milliarden im Vorjahr).
Hintergrund der Absatzschwäche: Neben der weltweiten Flaute herrscht in der Branche massivster Preiskampf zwischen Nintendo, Sony und Microsoft. Erst letzten Monat ist die dreijährige Nintendo-Marktführerschaft der Wii zu Ende gegangen, nachdem Sony den Preis für die Playstation 3 (PS3) weltweit deutlich gekappt hatte. Und auch Microsoft zog nach und senkte den Preis des boomenden Wii- und PS3-Rivalen Xbox 360.
Insgesamt muss Nintendo jetzt kleinere Brötchen backen und will in diesem Jahr nun 20 Millionen Geräte verkaufen. Ursprünglich hatte man sich 26 Mio verkaufte Wii-Exemplare als Jahresabsatz-Ziel vorgenommen.
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DIe Markführerschaft der Wii ist nicht zu Ende gegangen, kurz nach der PS3-Preissenkung wurde die PS3 kurrzeitig besser verkauft als die Wii, das war alles. Das hat sich aber schon wieder geändert und die Wii verkaufte sich im Oktober besser als PS3+Xbox360 zusammen.
Zum Vergleich, bisherige Absatzzahlen weltweit:
Wii: 54,99
PS3: 25,74
Xbox360: 32,78
Wobei man beachten sollte, das die Xbox360 mehr als ein Jahr länger als die Konkurrenz auf dem Markt ist.