Infineon: Verfahren gegen Ex-Infineon-Chef Schumacher eingestellt

28. Oktober 2009 | by TechFieber.de

Geldstrafe statt Knast: Der Korruptionsprozess gegen Ulrich Schumacher, Ex-Vorstandschef des Halbleiterkonzerns Infineon, wird gegen eine Geldauflage eingestellt.

Das Verfahren gegen den ehemaligen Infineon-Boss wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr wird gegen eine Zahlung von 200 000 Euro eingestellt. Hierauf einigten sich seine Verteidiger und die Staatsanwaltschaft am Mittwoch vor dem Münchner Landgericht, wie beide Parteien bekanntgaben. Bereits am Montag war laut Staatsanwaltschaft über eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage beraten worden.

In der vergangenen Woche hatte der Vorsitzende Richter gesagt, dass eine Verurteilung wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr «derzeit wenig wahrscheinlich» sei. Auch die Schumacher zur Last gelegte Steuerhinterziehung würde wohl zu einem großen Teil wegfallen.

Die Staatsanwaltschaft warf dem 51 Jahre alten Schumacher, der 2004 beim Chip-Konzern gehen musste, Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr in acht Fällen, Untreue, versuchten Betrug und Steuerhinterziehung vor.

Für mehrere 100 000 Euro soll er der Firma BF Consulting, die das Sportsponsoring des Halbleiterherstellers Infineon abwickelte, dauerhaft Aufträge gesichert haben, so der Vorwurf. Zudem habe der Geschäftsführer von BF Consulting, der 2006 verurteilte Udo Schneider, für Schumacher und mehrere Kollegen private Autorennen organisiert und deren Kosten übernommen. (tf-ar mit ddp))

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