Bezahl-Fernsehen: Murdoch hat große Pläne für Pay-TV-Sender Sky

25. Oktober 2009 | by TechFieber.de

screenshot sky Pay-tv TV fernsehen 3 by techfever.

Ehrgeizige Pläne mit dem Münchner Pay-TV-Sender Sky hat das Medienkonglomerat News Corp. des australisch-amerikanischen Medien-Moguls Rupert Murdoch. Die News Corp. war 2008 (wohlgemerkt erneut) beim defizitären deutschen Bezahl-Fernsehsender Premiere eingestiegen und hat den TV-Kanal Anfang des Jahres in „Sky Deutschland“ umgetauft.

Nun hat Murdoch große Pläne für Sky und bezeichnt dieses Engagement als einen „Meilenstein“. Jüngstes Indiz hierfür: Der Filius des Firmengründers Rupert Murdoch, James Murdoch, hat sich im am Montag erscheinenden „Spiegel“ zu Wort gemeldet und angekündigt, sich für die Sanierung des deutschen Abosenders Sky ausreichend Zeit zu nehmen. «Uns war von Anfang an klar, dass das ein harter Brocken wird und dass wir Zeit brauchen, aber wir kriegen das hin», sagte Murdoch dem Nachrichtenmagazin aus Hamburg.

Er fügte hinzu: «Wir sind in Deutschland noch ganz am Anfang. Vieles wurde in Deutschland nie wirklich ausprobiert. Wir bringen jetzt die Erfahrung und ein Team mit.»

In anderen Ländern sei das Unternehmen seines Vaters, News Corp., anfangs mit den gleichen Bedenken überschüttet worden. Aber der ehemalige Abosender Premiere werde für News Corp. «ziemlich sicher einer der nächsten großen Meilensteine».
News Corp. war im vergangenen Jahr erneut bei Premiere eingestiegen. In 18 Jahren hat das Unternehmen dem Bericht zufolge erst einmal einen Jahresgewinn ausgewiesen und konnte zuletzt nur durch eine umfangreiche Kapitalerhöhung und Refinanzierung gerettet werden.

Nachdem sein Bruder Lachlan und seine Schwester Elisabeth ihre Spitzenpositionen bei News Corp. abgegeben haben, gilt James Murdoch als Nachfolger seines Vaters. Er selbst will sich mit den Karriereaussichten nicht beschäftigen. «Ich kümmere mich nicht um die Frage, wer der Nachfolger meines Vaters wird. Das ist Sache des Verwaltungsrats», sagte Murdoch dem Magazin.

Rupert Murdoch sei trotz seiner 78 Jahre «extrem jung geblieben». Das Image des Medienkonzerns als rücksichtsloser Meinungsmonopolist stört James Murdoch dem Bericht zufolge nicht: «Um das ganze Zeug, das ständig über unser Image gesagt und geschrieben wird, kümmern wir uns nicht. Für uns zählt nur, was die Leser und Zuschauer von uns denken.» (tf-ar/ddp)

Mehr bei TechFieber zum Thema:

Comment (1)

  1. Wii says:

    Nunja, mit besonders viel Erfolg war Murdoch in den letzten Jahren ja nicht gesegnet. Bezahlfernsehen hat in dieser Form in Europa einfach keine Zukunft.

Antwort schreiben