Medienkrise: Zenith Optimedia erwartet positive Entwicklung für Werbemarkt 2010

19. Oktober 2009 | by TechFieber.de

Entwarnung für die gebeutelte Medienbranche – ein bisschen zumindest. Die Marktforscher von Zenith Optimedia erwarten einen leichten Anstieg der Reklameerlöse im nächsten Jahr.

Rundum sei der Media-Agentur zufolge, die regelmäßig Untersuchungen zur Entwicklung des globalen Werbemarktes erstellt, das Schlimmste überstanden: Im kommenden Jahr sollen die Brutto-Werbeerlöse um 0,5 Prozent auf 446 Milliarden Dollar steigen.

Jedoch: Westeuropa, Nordamerika und Japan müssen weiterhin mit rückläufigen Werbeausgaben rechnen. So auch in Deutschland: Hierzulande soll sich die Ad-Wirtschaft von einem Minus von 8,5 Prozent in Jahr 2009 moderat erholen und 2010 nur noch um 3,2 Prozent zurückgehen.

Mehr Info und offizielle Pressemitteilung hierzu nach dem Seitenwechsel

techPR/press release ***  Ende der Talfahrt des weltweiten Werbemarkts in Sicht

Düsseldorf, 19. Oktober 2009
Der weltweite Werbemarkt, immer noch von der globalen Wirtschaftskrise stark gebeutelt, hat
das Schlimmste überstanden. Das Licht am Ende des Tunnels wird sichtbar. Dennoch steht
das Erreichen der Talsohle erst noch bevor. Im Verlauf von 2010 wird ein leichter Anstieg der
weltweiten Werbespendings um 0,5 Prozent erwartet, wobei jedoch die Märkte Nordamerika,
Westeuropa und Japan nach wie vor mit rückläufigen Werbeinvestitionen rechnen müssen.
Die Agenturgruppe ZenithOptimedia prognostiziert in ihrer aktuellen Studie „Advertising
Expenditure Forecast“ einen Rückgang der weltweiten Werbeinvestitionen in 2009 um 9,9
Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bedingt durch den extrem starken Einbruch des weltweiten
Werbemarkts im 1. Halbjahr 2009, der sich auch in den rückläufigen Medienerlösen weltweiter
Top-Medienunternehmen widerspiegelt, hat die Agenturgruppe ihre Prognose von Juli (- 8,5
Prozent) nach unten korrigiert. So büßten die weltweiten Top-Medienunternehmen, zu denen
unter anderem Time Warner, Bertelsmann und Axel Springer zählen, im 1. Halbjahr
durchschnittlich 13,1 Prozent ihrer Medienerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein1.
Aktuell, im 2. Halbjahr 2009, verlangsamt sich jedoch der Rückgang der weltweiten
Werbespendings deutlich und das Vertrauen von Unternehmen in die weltweite Konjunktur
scheint sich zu festigen, so dass für den weltweiten Werbemarkt ein Erreichen der Talsohle
bis Ende des Jahres erwartet wird.

Das Jahr 2009 hat sich, was die Werbeinvestitionen angeht, insgesamt schlechter entwickelt, als erwartet“, erläutert Dr. Nicole Prüsse, Chairman ZenithOptimedia. „Der Konsumentenindex entwickelt sich derzeit jedoch wider aller
Erwartungen stabil bis leicht steigend, was dazu führt, dass insbesondere
Konsumgüterhersteller auch wieder mehr in Werbung investieren. Für 2010 sieht die
Entwicklung deutlich positiver aus. Auf das Niveau von vor der Krise werden wir nächstes Jahr
allerdings nicht zurückkehren.“
Die Agenturgruppe geht für 2009 von einem Minus des Werbemarkts in Deutschland von 8,5
Prozent aus und moderater Erholung (-3,2 Prozent) im kommenden Jahr. Mit einem Plus ist
ab 2011 wieder zu rechnen.
1 S. Tabelle in der englischen Pressemitteilung von ZenithOptimedia zur „Advertising Expenditure
Forecast“ mit Übersicht der „Top Pure Media Owners“ weltweit und dem Rückgang ihrer Medienerlöse
im 1. Halbjahr 2009.
Für 2010 prognostiziert ZenithOptimedia eine gemäßigte Erholung des weltweiten
Werbemarkts mit einem leichten Anstieg der globalen Werbespendings um 0,5 Prozent.
Deutlich unterschiedlich entwickeln sich hierbei allerdings die Märkte Nordamerika,
Westeuropa und Japan im Vergleich zu allen anderen: Weil die globale Wirtschaftskrise diese
Märkte besonders stark getroffen hat und die geplatzte weltweite Kreditblase große
wirtschaftliche und strukturelle Probleme offenbart hat, mit denen sich Regierungen derzeit
auseinandersetzen, schreitet die Erholung hier langsamer voran und die Werbemärkte
schrumpfen auch im kommenden Jahr noch leicht, mit durchschnittlich 2,9 Prozent.

Für 2011 wird ein Plus von 1,5 Prozent erwartet. Im Gegensatz dazu wachsen alle anderen Märkte
2010

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