Bitkom-Studie: Verlage holen auf im Internet

16. Oktober 2009 | by TechFieber.de

spiegel online spon screenshot techfever.

Die Print-Branche holt auf im Netz. Wie der Branchenverband Bitkom heute vorrechnet, konnten die Top-20-Nachrichtenportale in Deutschland zwischen Januar und September 2009 rund 4,7 Milliarden virtuelle Besuche auf ihren Webseiten begrüßen. Rundum verbuchen die Ableger der Zeitungsverlage zweistellige Zuwachsraten.

An der Spitze der Hitliste steht nach wie vor Spiegel Online mit 977 Millionen Visits vor Bild.de mit 858 Millionen Visits. Ebenfalls sehr gut schneiden Sueddeutsche.de (Plus 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum Januar bis September 2008) und Welt.de (plus zwölf Prozent) ab.
Hohe Zuwachsraten meldeten aber auch die Online-Ausgaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (plus 30 Prozent Zuwachs auf 158 Millionen Besuche), des Handelsblatts (plus 41 Prozent auf 88 Millionen Visits) und der Financial Times Deutschland (plus 41 Prozent auf 77 Millionen Visits).

Die Gesamtzahl der Top-20-Nachrichtenportalen in Deutschland entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu den populärsten News-Sites zählt die Bitkom auch Sport- und Fach-Portale wie Chip.de oder Heise.de.

techPR/press release *** Berlin, 16. Oktober 2009 – Mehr als 4,7 Milliarden Mal wurden die 20 beliebtesten Nachrichtenportale von Januar bis September besucht. Das entspricht einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. An der Spitze der Hitliste steht weiterhin Spiegel Online (977 Millionen Visits) vor Bild.de (858 Millionen Visits). Nach dem Relaunch sind beide Online-Angebote stark gewachsen. „Das Wettrennen an der Spitze ist ein Beleg für den harten Konkurrenzkampf im Markt für Online-Nachrichtenportale“, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Aktuell erreicht Spiegel Online einen Top-20-Marktanteil von 20,7 Prozent, Bild.de hält 18,2 Prozent.

Wachsenden Zuspruch verzeichnen auch die Online-Angebote anderer Zeitungsverlage. So schraubte sueddeutsche.de mit einem Plus von 41 Prozent gegenüber Januar bis September 2008 die Besucherzahlen auf 195 Millionen hoch. Welt Online wuchs im Vergleichszeitraum um 12 Prozent und liegt knapp vor sueddeutsche.de auf Rang 8. Hohe Zuwachsraten meldeten auch die Ableger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (faz.net) mit 158 Millionen Besuchen (+30 Prozent) sowie die Online-Angebote der beiden Wirtschaftszeitungen handelsblatt.com (+41 Prozent auf 88 Millionen Visits) und ftd.de (+41 Prozent auf 77 Millionen Visits). Der traditionsreiche Internetableger der Regionalzeitung Rheinische Post aus Düsseldorf, rp-online.de, hat sich mit einem Zuwachs von 57 Prozent auf nunmehr 73 Millionen Visits von Januar bis September ebenfalls fest in der Top 20 etabliert.

„Die Zeitungsverlage können die Stärke ihrer Printtitel immer besser im Internet vermarkten“, so Berg. Mit den stetig wachsenden Nutzerzahlen der Internetangebote stiegen die Online-Werbeerlöse der Verlage. Zusätzlich könnten die Medienhäuser durch neue Geschäftsmodelle allmählich auch Verkaufserlöse für ihre Nachrichten im Internet erzielen.

Größter Gewinner von Januar bis September ist die Online-Tochter des Nachrichtensenders N24. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte n24.de ein Plus von 147 Prozent auf 82 Millionen Besuche erzielen. Nr. 2 in Sachen Wachstum ist finanzen.net. Das Finanzportal des Axel Springer Verlags legt um 125 Prozent auf 63,7 Millionen Besuche zu.

Zur Methodik: Als Nachrichtenportale wurden Angebote definiert, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten. Die BITKOM-Erhebung zur Anzahl der Besuche berücksichtigt sämtliche Seiten, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen lassen.

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