Angriff auf iTunes: Kazaa-Gründer starten Web-Musikdienst Rdio

15. Oktober 2009 | by Alex Reiger

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Noch mehr Apple-iTunes-Rivalen: Nun arbeiten auch die prominenten und keinesfalls unumstrittenen Gründer der File-Sharing-Börse Kazaa am Start eines Internet-Musikdienstes.

Der neue Streaming-Service der Kazaa-Urväter und Skype-Erfinder Niklas Zennström und Janus Friis soll Rdio heißen, über Abo-Gebühren Geld einspielen und kommendes Jahr an den Start gehen – zunächst aber nur in den USA.

Dort will Rdio mit einem „ansprechenden Angebot und einem nachhaltigen Geschäftsmodell“, so Friis, die dort schon verfügbare, aber bislang nur bedingt erfolgreiche Musikstreaming-Konkurrenz aufmischen, dazu zählen Rhapsody von RealNetworks, der MP3-Dino Napster und auch die Newcomer Pandora, Mog oder das Web-Radio Last FM.

Anscheinend laufen die Lizenz-Verhandlungen für Rdio mit den amerikanischen Musik-Labels bereits auf Hochtouren – dabei sind die eigentlich gar nicht gut auf das skandinavische Internet-Unternehmer-Duo Friis/Zennström zu sprechen.

Nach wie vor laufen Klagen der Entertainment-Wirtschaft gegen die einstigen Kazaa-Betreiber wegen Urheberrechtsverletzungen – Grund genug für Zennström (Bild oben), aus Furcht vor juristischem Ungemach seit Jahren nicht mehr in die USA einzureisen.

Tja, da muss der gute Niklas für die Verhandlungen mit den US-Entertainment-Firmen wohl Skype nutzen …

[Photo Thomas Schlijper ]

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