Herber Verlust: Sun Microsystems weiter tief im Minus

29. August 2009 | by Alex Reiger

Jonathan Schwartz at JavaOne 2008 by TechShowNetwork.

Sorgenvolle Mine bei Sun-CEO Jonathan Schwartz: Unmittelbar vor der Übernahme durch den Silicon-Valley-Nachbarn Oracle wackelt das Gebälk beim schwer angeschlagenen US-Server-und Software-Spezialisten Sun Microsystems gewaltig weiter. Wie aus den nun präsentierten Quartalszahlen für Q4 hervorgeht, hat das Unternehmen aus Santa Clara zuletzt einen Verlust von 147 Millionen Dollar hinnehmen müssen, was 20 US-Cent pro Aktie entspricht.

Zum Vergleich hatte Sun im selben Zeitraum im Vorjahr noch ein Gewinn von 88 Millionen verbuchen können.

Immerhin hält sich der Schock in Grenzen: Sun hatte schon Mitte Juli vor einem Verlust zwischen 24 und 34 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 2,58 bis 2,68 Milliarden Dollar gewarnt.

Sun Microsystems steht kurz vor der Übernahme durch den Software-Riesen und SAP-Erz-Konkurrenten Oracle für 7,4 Milliarden Dollar. Vorletzte Woche hatte die US-Kartellbehörde den Elefantenhochzeits-Deal abgenickt.

Um das Geschäft der Tech-Schwergewichte endgültig abzusegnen, muss jetzt nur noch die Europäische Kommission zustimmen. Die Sun-Aktionäre hatten dem Deal schon am 16. Juli zugestimmt, nun muss noch die EU-Kommission bis zum 3. September ihre Entscheidung bekanntgeben, ob sie der Übernahme zustimmt, oder die Untersuchung ausweiten will.

Ende April 2009 hatten die beiden Unternehmen angekündigt, dass Oracle Sun Microsystems für 7,4 Milliarden Dollar übernehmen will.

Indessen sind nun auch Spekulationen aufgekeimt, dass Oracle die Hardware-Sparte von Sun Microsystems an Hewlett-Packard (HP) weiterverkaufen könnte.

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