Sicherheitsrisiko Twitter: „Schmutziges Kapitel Mediengeschichte“

19. August 2009 | by Alex Reiger

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In Schwalmtal am Niederrhein kam es gestern zu einem dramtischen Familiendrama mit drei Toten – und es hätte durchaus noch schlimmer kommen können. Wie etwa schon beim Amoklauf von Winnenden im März wurde während der Tat getwittert. Nur diesmal entwickelte sich der MikroNews-Dienst zu einem Sicherheitsrisiko. Ein Zwitscherer aus einem Nachbardorf names @JO31D hörte den Polizeifunk mit und veröffentlichte taktische Anweisungen der Beamten – dabei hätte jede dieser 140-Zeichen-Messages dem Täter wertvolle Informationen liefern können.

Lokale Medien-Macher sind empört, der Chefredakteur der „Rhein Zeitung“, Christian Lindner, bezeichnete die Twitter-Postings „kleines, schmutziges Kapitel Mediengeschichte“.
Der Twitterer, der auch ein mittlerweile bei WordPress gelöschtes WebBlog betrieb, hat sich zwischenzeitlich halbherzig entschuldigt: „Ich möchte mich kurz zu der Sache Gestern Nachmittag äußern. Ich bin weder ein Amateurfunker noch habe ich irgendwas mit Presse oder sontwas zu tun“, hat der Mann Namens Mark aus Nettetal, einem rund 15 Kilometer vom Tatort entfernten Städtchen, heute mittag verlauten lassen.

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