Office-Verkaufsverbot: Microsoft strebt Einigung an, fürchtet irreparable Schäden

19. August 2009 | by Silvia Kling

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Unter massivsten Druck geraten, lenkt der Redmonder Software-Riese Microsoft nun doch ein und wehrt sich gegen das drohende Verkaufsverbot des weit verbreiteten „MS Office“-Bürosoftwarepakets – es geht schließlich um eine Menge Geld: Vor einem US-Berufungsgericht hat MS erklärt, dass der Vertrieb der Textverarbeitung „Word“ weiter zugelassen bleiben muss, da ein Verbot des Programms dem Unternehmen irreparablen Schaden zufüge.

Zudem schade der Verkaufsstopp nicht nur Microsoft, sondern auch der Öffentlichkeit, so die Redmonder.

Hintergrund des Urteils ist ein Rechtsstreit von MS mit dem kanadischen Software-Spezialisten i4i, der Microsoft vorwirft, mit “Word” ein Patent zum Auslesen von XML-Code aus dem Jahr 1998 verletzt zu haben. Betroffen sind die Versionen 2003 und 2007 von MS Word samt der kommenden Version in MS Office 2010, mit denen sich .xml-, .docx- oder DOCM-Dateien verabeiten bzw. öffnen lassen.

Im Mai dieses Jahres war Microsoft bereits schuldig gesprochen und zur Zahlung von 200 Millionen US-Dollar verdonnert worden. Das Strafmaß wurde vom vorsitzenden Richter zusätzlich zum Verkaufsstopp auf 290 Millionen Dollar erhöht.

Microsoft zahlt diesen Betrag aus der Porto-Kasse – das “Word”-Verkaufsverbot wiegt dagegen deutlich schwerer.

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