Microsoft verscherbelt Digital-Werbeagentur Razorfish für 530 Millionen Dollar an Publicis – Werbe-Agenturen rüsten sich fürs Internet

10. August 2009 | by TechFieber.de

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Der Redmonder Riese Microsoft verkauft seine Online-Werbeagentur Razorfish an die französische Marketing-Gruppe Publicis. Die Agentur geht für mehr als eine halbe Milliarde Dollar an den Werbekonzern.
Und MS bekommt für die Web-Reklame-Firma nicht nur den satten Betrag von 530 Millionen US-Dollar, sondern auch einen „strategischen Partner“ im immer härter umkämpften Markt mit der Web-Werbung: Der Publicis-Microsoft-Deal ist Teil einer auf fünf Jahre angelegten Allianz zwischen dem Werbe- und dem Software-Konzern.

„Wir freuen uns, dass Razorfish ein neues Zuhause bei Publicis findet und hoffen auf weitere Zusammenarbeit mit Razorfish als einer unserer Werbeagenturen,“ kommentierte der Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer die Partnerschaft. Über die Akquisition von Razorfish durch die französische Marketing-Firma war schon seit Wochen spekuliert worden.

Razorfish wird weiterhin unter seinem Markennamen agieren, zudem soll das Management der Digital-Reklame-Firma unverändert bleiben. Die Übernahme soll bis Ende des vierten Quartals über die Bühne sein.

Die Akquisition durch Publicis unterstreicht, dass immer sich mehr klassische Werbe-Agenturen für das Geschäft im Internet und ihre digitale Zukunft rüsten. Und die Werbebranche muss dringend reagieren, da immer mehr Unternehmen ihre Budgets von den klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitungen zu Online-Medien umschichte, wo sich 24/7 ihre Ziekgruppen erreichen können.

Verstärkt wird dieser Entwicklung zudem von der Finanzkrise, die Unternehmen zum Sparen zwingt – und Werbung im Netz ist defintiv effektiver und günstiger als konventionelle Reklame.

Schon im Jahr 2006 kaufte Publicis die größte digitale Werbeagentur Digitas für 1,3 Mrd. Dollar. Mit den beiden Zukäufen Digitas und Razorfish will der französische Ad-Multi nun über eine Milliarde Euro Umsatz mit Web-Werbung erwirtschaften, und damit rund ein Viertel des Gesamtumsatzes der Agentur machen.

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