Kindle-Trouble: Amazon droht Sammelklage wegen E-Book-Löschung

3. August 2009 | by Alex Reiger

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Dem weltgrößten Online-Händler und E-Book-Vorreiter Amazon droht juristisches Ungemach wegen der Löschung von Digi-Büchern auf Kindle-eBook-Lesegeräten seiner Kunden. Zwei Amerikaner aus Michigan und Kalifornien klagen mit dem Hinweis gegen Amazon.com, sie hätten ein Recht auf eine dauerhafte Kopie erworben. Amazon hatte Digi-Versionen von George Orwells „1984“ und „Animal Farm“ von den E-Book-Readern der beiden Kindle-Besitzer gelöscht.

Und es dürfte wohl noch dicker kommen für Amazon.com: Vor einem Gericht in Washington ist eine Sammelklage gegen das Unternehmen aus Seattle eingeleitet.

Vorletzte Woche hatte Amazon ohne jede Ankündigung verschiedene legal erworbene (sprich offiziell über Amazon bezahlte) eBooks von Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht – betroffen waren ausgerechnet die Romane “1984″ und “Animal Farm” des britischen Schriftstellers George Orwell.

Die Web-Welt lief Sturm. Amazon rechtfertigte die Löschaktion mit der Begründung, dass die Bücher von einem Drittanbieter namens MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden seien, der die dazu nötigen Rechte nicht besaß.

Letzte Woche lenkte der Amazon-Chef Jeff Bezos höchstpersönlich ein und entschuldigte sich demütig für die Löschung. Die Löschung der Digital-Bücher von ahnungslosen Kindle-Eignern sei “dumm und gedankenlos” gewesen, so Bezos.

Durch die drahtlose Verbindung des Kindle konnte Amazon die digitalen Bücher einfach von den Kindle-eBook-Lesegeräten der Kindle-Eigner löschen.

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