Vodafone-Werbe-Zoff: Schnutinger-Bloggerin Ute Hamelmann macht Schluss

21. Juli 2009 | by TechFieber.de

Die ebenso bekannte wie beliebte deutsche Bloggerin Ute Hamelmann („Schnutinger„) hat ihren Rückzug aus der Blogosphäre angekündigt. Grund ist die heftige Kritik ihres Auftritts als Werbe-Testimonial in der umstrittenen neuen Vodafone-Reklame-Kampagne zur „Generation Upload“. Die „Twittermom“ Hamelmann hatte im Vodafone-Blog das Smartphone HTC Magic als „tolles Ding, mit wenig Knöpfen dran, das äußerst praktisch ist“ gelobt.

„Das alles ist schon extrem krude! Die Werbung ist das eine, aber wenn mir persönlich nicht mehr geglaubt wird, dann geht nichts mehr, dann bleibt nur eins: Der Rückzug“, schreibt Hamelmann in ihrem Blog.

Schade, Ute. Muss das wirklich sein? Die Vodafone-Aktion war auch meiner Meinung nach nicht die smarteste, aber dennoch stellt sich die Frage, wie man sich als Blogger oder sonstiger „Stand-alone“-Publisher refinanziert, wenn nicht über Werbung? Sofern klar und deutlich erkennbar und abgrenzbar ist, was Werbung ist und was nicht, ist das doch völlig in Ordnung.

Anyway, Good Luck.

[via turi2] [Photo: Schnutinger.de]

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Kommentare (5)

  1. tobiCOM says:

    Soviel Rummel um NICHTS! Ich finde das mehr als übertrieben, schade das Ute sich so einfach aus dem Web 2.0 verdrängen lässt.
    Genau wie Ihr sagt Blogger finzanzieren sich durch Werbung, wenns den Gästen nicht passt das dort Vodafone Werbung prangt können sie gern auf andere Seiten ausweichen….

  2. @TobiCom, wie gesagt so lange klar gekennzeichnet ist, dass es sich um werbung und nicht um redaktionelle inhalte handelt, ist werbung doch vollkommen in Ordnung und sogar sehr WILLKOMMEN – um gratis-publikationen wie ja auch diese zu finanzieren. der vodafeone-blog-eintrag von ute ist schon grenzwertig, insbesondere die oberpeinlichen werbe-kommentare. dennoch ist die ganze kontroverse rund um den spot und sascha lobo und ute doch nonsense. „blogger“ kommen langsam aber sich im mainstream an. das ist meiner meinung nach super, denn damit wachsen auch die wirtschaftlichen perspektiven für (Profi-)Bloggern und Mini-Online-Verlage ganz allgemein.

  3. Oma Hans says:

    Kein Journalist kann als Person für ein Unternehmen werben, wenn er gleichzeitig unabhängig und glaubwürdig bleiben will. Er steht mit seinem Namen und sein Gesicht für das beworbene Produkt. Das gilt prinzipiell auch für Blogger. Wenn ein Blogger mit Werbung Geld verdienen möchte, dann mit unpersonalisierter Werbung in seinem Blog, klar abgegrenzt vom Content.

    Insofern ist die Reaktion von Hamelmann konsequent, denn sie zeigt, dass sie die Vermarktung ihrer Person über alles andere stellen möchte.

  4. Fan says:

    SchnUte muß bleiben!!

  5. Meutrich says:

    Wie ausgeprägt ist die Mißgunst und die Hähme in unserem Land, dass man sich als Person des öffentlichen Lebens (egal ob Blogger, Journalist oder Promi) nicht für ein Produkt begeistern kann, ohne dass einem gleich böse Absichten bzw. Schleichwerbung unterstellt wird!?!

    Dieses verlogene Land namens Deutschland, wo ständig alles schlecht geredet werden und immer nur gelästert werden muss, geht mir zunehmends auf die Nerven! Hier wird es einem wirklich vergrault, sich über irgendetwas zu freuen bzw. enthusiastisch über was zu reden; Zustimmung bekommt man nur, wenn man mit jammert und/oder kritisiert.

    Jedenfalls kann ich mir gut vorstellen, dass Frau Hamelmann einfach nur begeistert über ihr neues Smartphone war, aber sowas ist ja in Deutschland undenkbar und so muss ihr gleich unterstellt werden, dass sie heimlich für das Ding geworben hat. Traurig, traurig!

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