Studie: Störfaktor Spam behindert E-Mail-Marketing

18. Juni 2009 | by TechFieber.de

E-mail Spam by you.

Ärgernis E-Mail-Reklame-Müll: Einer neuen Studie zufolge zählt aus Sicht von Internet-Nutzern Spam, ergo unerwünschte Werbung per Massen-E-Mail-Aussendung zu den größten Störfaktoren im Netz überhaupt.
Und das ist den „W3B“-Internet-Forschern von Fittkau & Maaß Consulting zufolge bei weitem nicht nur für genervte Web-Nutzer (mal ganz abgesehen von den Betreibern verstopfter Server) ärgerlich, sondern auch für Unternehmen, die sich am E-Mail-Marketing über E-Mail-Newsletters etc. versuchen.

Den Ergebnissen des jüngsten W3B-Reports „Kommunikation & Werbung im WWW“ zufolge stelle Spam gar eine „ernste Gefahr für den Erfolg von E-Mail-Marketing“ dar.

Mhm, das Problem besteht seit den Frühtagen des Netzes und ist damit fast 15 Jahre alt – entsprechend ist die Studie kaum überraschend.

Oder was meint ihr? Nervt Spam nach wie vor? Oder filtern moderne E-Mail-Programme oder Web-basierte E-Mail-Dienste à la Gmail inzwischen Spam ausreichend aus?

Noch mehr Details zur Studie in der Pressemitteilung nach dem Seitenwechsel.

Spam gefährdet E-Mail-Marketing

Hamburg, 18. Juni 2009

Spam wird als erheblicher Störfaktor wahrgenommen
Längst hat das massenweise Aussenden unerwünschter Werbe-E-Mails, bekannt als »Spam«, das Maß des Erträglichen überschritten. Das sehen auch die Internet-Nutzer so: Nach den Ergebnissen der aktuellen W3B-Studie vom April/Mai 2009, in deren Rahmen über 120.000 deutschsprachige WWW-Anwender befragt wurden, wird Spam von mehr als jedem Fünften (21%) als größter Störfaktor bei der Nutzung des Internet empfunden. Dies ist durchaus nachvollziehbar, denn trotz spezieller Software, die Spam-E-Mails herausfiltern soll, landen tagtäglich in den Postfächern der Internet-Nutzer Dutzende, manchmal gar Hunderte unerwünschte E-Mails.

Dies hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen darauf, wie Nutzer mit Werbe-E-Mails umgehen – mit unerwünschten als auch mit erwünschten bzw. selbst bestellten. So differenzieren die Internet-Nutzer inzwischen ganz klar zwischen erwünschten und unerwünschten Werbe-Mails: Während abonnierte Newsletter von über 64% der Internet-Nutzer gelesen werden, beträgt die Leseqoute bei Spam-Mails weniger als 6%.

Und während die allermeisten unerwünschten Mails (mehr als drei Viertel) ungelesen gelöscht werden, findet unter den bestellten Werbe-Mails nicht einmal jede Sechste den direkten Weg in den virtuellen Papierkorb. Somit tut sich kein Absender einen Gefallen damit, E-Mails an Empfänger zu versenden, die sich nicht zweifelsfrei als Abonnenten eingetragen haben.

E-Mail-Marketing mit Samthandschuhen
Doch auch im Umgang mit registrierten Newsletter-Abonnenten ist Umsicht geboten! Denn nur wenn die Anzahl der versendeten Werbe-Mails vernünftig dosiert wird, sind diese langfristig willkommen. Die Ergebnisse der W3B-Studie zeigen ganz klar, dass eine steigende Anzahl ausgesendeter Mails ein und desselben Absenders zu erhöhten Abmeldungen beim betreffenden Newsletter-Absender führt: Immerhin 58% der Newsletter-Abonnenten geben an, dass sie sich abmelden, sobald die Aussende-Frequenz aus ihrer Sicht unverhältnismäßig gesteigert wird.

Große Werbewirkung von Werbemails
Grundsätzlich ist das Potential von E-Mail-Marketing geradezu enorm: Insgesamt 42% aller deutschsprachigen Internet-Nutzer lesen mindestens einmal wöchentlich einen Newsletter, weitere 16% zumindest einmal pro Monat.

Unter den Abonnenten von Werbe-Newslettern geben 41% an, dass sie durch Werbe-Mails schon oft auf interessante Themen aufmerksam geworden sind. Die Werbewirkung von Newslettern kann sich also durchaus sehen lassen, auch und insbesondere im Vergleich zur klassischen Internet-Werbung. So geben lediglich 31% der Internet-Nutzer an, dass Sie durch Online-Werbung (wie zum Beispiel Banner) bereits auf interessante Inhalte aufmerksam geworden sind.

Auch die Kaufbereitschaft lässt sich durch die Zusendung von Werbe-Newslettern positiv beeinflussen. Mehr als jeder fünfte Newsletter-Abonnent hat nach eigenen Angaben schon häufig etwas gekauft, von dem er durch Werbe-E-Mails oder -Newsletter erfahren hat. Unter den sehr aktiven Newsletter-Lesern sind es sogar fast doppelt so viele.

Spam kontra E-Mail-Marketing – die Zukunft
Das Verhalten der Internet-Nutzer beim Umgang mit Werbe-E-Mails und -Newslettern macht deutlich, dass nur mit bestellten Werbe-Newslettern, mit deren Inhalt, Umfang und Aussendefrequenz die Abonnenten einverstanden sind, der erhoffte Werbeerfolg erzielt werden kann.

An dem Problemfeld »Spam« sollte daher in Zukunft ernsthaft gearbeitet und alles technisch und rechtlich Mögliche erwirkt werden, um die Spam-Flut einzudämmen. Nur dann ist sichergestellt, dass dem Instrument »E-Mail-Marketing« nicht das Fundament entzogen wird: Nämlich eine große Anzahl interessierter und aufmerksamer Newsletter-Leser.

Hyperlink zu dieser Meldung:
http://www.w3b.org/nutzerverhalten/spam-gefaehrdet-e-mail-marketing.html
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Die WWW-Benutzer-Analyse W3B: Die Internet-Marktstudie
Die erfolgreiche Internet-Studie »WWW-Benutzer-Analyse W3B« fand im April/Mai zum 28. Mal statt. Es wurden 121.233 deutschsprachige Internet-Nutzer von Fittkau & Maaß (www.fittkaumaass.de) innerhalb des fünfwöchigen Umfragezeitraums zu verschiedenen aktuellen Online-Themen befragt. Die Resultate der W3B-Umfrage erscheinen als Studien, die differenzierte, aktuelle Fakten über Profile, Einstellungen und Verhaltensweisen der WWW-Nutzerschaft liefern und Entwicklungen sowie Trends im Zeitverlauf dokumentieren.
Seit 14 Jahren stellt die WWW-Benutzer-Analyse W3B eine der bedeutendsten Planungsgrundlagen und erfolgreichsten Studien im deutschsprachigen Bereich des Internet dar.

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