Doch bald profitabel? Kosten von Youtube dramatisch überschätzt

17. Juni 2009 | by Silvia Kling

YouTube Cost by you.

Es ist in aller Munde: Der populäre Web-Videoableger des Suchmaschinengiganten Google hat trotz gigantischer Reichweiten und steigender Werbeeinahmen kaum Chancen, Profite zu erwirtschaften – die Kosten für das Streaming der Video-Clips sind schlicht zu hoch.

Von wegen, sagt nun RampRate, ein IT-Infrastruktur-Spezialist aus San Francisco. Das Unternehmen geht von weitaus geringeren Betriebskosten aus als bisher angenommen. Und zwar von 415 Millionen US-Dollar für das Jahr 2009 im Gegensatz zu den 711 Millionen Dollar, die in einem vielfach zitierten Bericht der Credit Suisse angesetzt worden waren. Die Bank prognostizierte Google bei Einnahmen in Höhe von 241 Millionen Dollar einen Youtube-Verlust von 470 Millionen Dollar.

RampRate hat für seine Analyse Faktoren wie Peering-Traffic, günstige Bandbreiten-Deals and billige Sever-Farmen mit in Betracht gezogen, über die Kosten in beträchtlicher Höhe eingespart würden. Mit der Credit-Suisse-Studie der Einnahmen würde sich der Verlust des Google-Ablegers damit auf 174 Millionen Dollar für 2009 reduzieren. Und der Videokanal wäre nicht mehr astronomisch weit von der Gewinnzone entfernt.

Basierend auf Einnahmen-Kalkulationen anderer Analysten wie etwa Jefferies & Co., die im März von 500 Millionen Dollar gesprochen haben, würde Youtube bei den von RampRate angesetzten Kosten schon einen Profit erzielen.

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