Australien: Jeder zwölfte Gamer computerspielsüchtig?

27. Mai 2009 | by Fritz Effenberger

Computerspielesucht, jetzt auch „down under“? Das neuseeländische Fernsehen (na, so was, die dürfen ja noch TV-Webseiten betreiben, ein glückliches Land!) berichtete über eine Online-Umfrage des australischen Associate Professor Vladan Starcevic von der University of Sydney unter 2000 Computerspielern aus aller Welt. Etwa die Hälfte davon Nordamerikaner, 25 % Europäer, 20% Känguruhs und Kiwis.

Professor Starcevic fand, dass etwa 8 %, also jeder zwölfte, den „problematischen Gamern“ zuzurechnen sei. Weil sie kaum etwas anderes tun oder an etwas anderes denken als Gaming.

Er sagte wörtlich: „Und es erscheint, dass diese Leute bereits andere psychische Probleme haben, und dass exzessives Videospielen ein Ausdruck dieser zu Grunde liegenden Probleme ist“.

Ah! Also anders als bei unserem nationalen Kriminalvereinsgründer Christian Pfeiffer, der mit schrägen Alkoholismusvergleichen 15jährige zu Abhängigen stempelt, um sich bei Innenministern als Hof-Lieferant von Schreckensnachrichten anzudienen.

Machen wir uns nichts vor, 12 Stunden täglich zocken ist ungesund, und man sollte solchen Extremgamern soziale Angebote machen. Aber seriöse Publikationen setzen „computerspielsüchtig“ eben konsequent in Anführungszeichen.

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Comment (1)

  1. Webnews.de says:

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