[Studie] E-Comerce: Jeder vierte Deutsche kauft online

21. Mai 2009 | by Silvia Kling

amazon-com-screenshot-march-2009 by you.Ein neuer Tag, eine neue Studie zum Online-Shopping. Und wieder gibt es gute Nachrichten für die derzeit so gebeutelte Einzelhandelswirtschaft – zumindest für Online-Händler oder Firmen mit Web-Shops zum stationären Handel: Gut 42 Prozent aller Bundesbürger haben im vergangenen Jahr im Internet eingekauft, rechnet zumindest heute der deutsche IT-Branchenverband Bitkom aus Berlin vor. Deutschland rangiere damit im EU-Vergleich auf Rang vier.

Berlin, 21.05.2009. 42 Prozent der Bundesbürger haben im vergangenen Jahr im Internet eingekauft. Damit ist der Online-Einkauf hierzulande viel beliebter als in den meisten anderen europäischen Ländern. Europaweit kauften im vergangenen Jahr 24 Prozent der Bevölkerung im Internet ein. Das gab der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin bekannt. „In Deutschland knüpft das Online-Shopping an die Erfolge des traditionellen Versandhandels an. Eine international herausragende Versandlogistik, kurze Lieferzeiten und ein hoher Verbraucherschutz sind die Basis des Erfolgs“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Das Angebot im Netz übertrifft jedes Kaufhaus, die Internet-Shops haben rund um die Uhr geöffnet und Preise können mit wenig Aufwand verglichen werden. Außerdem gelten in Deutschland mit die verbraucherfreundlichsten Gesetze für den Umtausch der bestellten Waren. Sie können innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden.

Im EU-Vergleich fallen starke regionale Unterschiede auf. Der Einkauf im Internet ist vor allem in Nord- und Westeuropa populär: Am größten ist der Anteil der Online-Shopper mit 49 Prozent in Großbritannien. Es folgen Dänemark (47) und die Niederlande (43). Kaum eine Rolle spielt der private E-Commerce hingegen in den Ländern Süd- und Osteuropas. So lagen die Anteile der Online-Shopper in Griechenland und Portugal (beide 6 Prozent) sowie in Italien (7 Prozent) und Spanien (13 Prozent) deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Bulgarien (2 Prozent), Rumänien (3 Prozent) und Litauen (4 Prozent) bilden das Schlusslicht.

In Deutschland wird der Einkauf im Internet besonders von Erwerbstätigen genutzt: Gut jeder Zweite (53 Prozent) in dieser Gruppe kaufte 2008 im Internet ein. Scheer: „Vor allem Berufstätige wissen es zu schätzen, dass sie durch Online-Shopping Kaufhausbesuche und Zeit sparen können.“

Ein deutlicher Zusammenhang besteht zudem zwischen der Art des Internet-Anschlusses und der Bereitschaft, im Internet einzukaufen. Wer in Deutschland über einen schnellen Internetzugang verfügt, nutzt den Interneteinkauf besonders häufig: Bei den Breitband-Nutzern beträgt die Quote der Online-Shopper 57 Prozent.

Zur Methodik: Die Berechnungen zur Verbreitung des Online-Shoppings in den einzelnen EU-Staaten (Ranking) basieren auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Als Online-Shopper gelten Personen, die in den vergangenen drei Monaten vor dem Erhebungszeitpunkt Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt haben. Berücksichtigt sind Personen zwischen 16 und 74 Jahren.Über BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.200 Unternehmen, davon 900 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

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