XKCD – das Buch

21. April 2009 | by Fritz Effenberger

Randall Munroe ist einer der geheimen Helden des digitalen Zeitalters. Dabei hat er weder eine Programmiersprache geschrieben noch ein Social Network errichtet.

Nein, Randall zeichnet nur Strichmännchen. Das allerdings leistet er mit einem Scharfblick auf brennende Gegenwartsthemen, der ihn aus der Masse der Cartoonzeichner heraushebt. Und das nicht nur wegen der Simplizität seiner Figuren. Diese nämlich kontrastiert auf atemberaubende Weise mit seiner Themenwahl: In der Regel drehen sich seine Erzählungen in wenigen Bildern um Computer, Wissenschaft und Sex.

Deswegen, und wegen seiner Scharfzüngigkeit beim Formulieren von Kommentaren zur Geek-Kultur, gilt sein Cartoonblog XKCD schon lange als Geheimtipp des kulturell orientierten Internet. Für „Aussenstehende“ allerdings ist das Gesamtwerk nur schwer zugänglich, es ist ein direktes Produkt der Internetkultur.

Jetzt eröffnet Randall seinen Fans die Möglichkeit, ihrer „inner pack rat“ (a.k.a. Sammelleidenschaft) zu frönen: Der Web-Comic XKCD wird als Buch erscheinen. Auf Papier. Wie im tiefsten 20sten Jahrhundert. Etwa 150 bis 200 der bisher erschienen 500 Geschichten werden im Buch zu finden sein, das nicht über konventionelle Buchhändler vertrieben wird. Statt dessen bleibt das unter Creative Commons Lizenz dem Nutzer weiter zugängliche Werk dem Direktverkauf über die Website selbst und über den Internetvertrieb für Geek-Spielsachen breadpig vorbehalten.

Man rechnet mit 10.000 Exemplaren Startauflage, Gewinne gehen an gemeinnützige Bildungsorganisationen, die New York Times feierte den Anlass auf der dritten Seite ihrer gestrigen Ausgabe.

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