Youtube-Dilemma: Hohe Streaming-Kosten fressen Werbeeinnahmen auf

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Das florierende Videoportal Youtube avanciert für Youtube-Eigner Google mehr und mehr zum Millionengrab. Denn trotz steigender Einnahmen aus Online-Werbung kann die Web-Video-Seite aufgrund der steigenden Kosten für das Streaming der Video-Filmchen kaum Profite erwirtschaften.

In diesem Jahr belaufen sich die Kosten auf 711 Mio US-Dollar – bei Einnahmen von nur 241 Millionen, rechnet Credit Suisse Bank vor. Und die Analysten warnen, dass Youtube Google bereits einen Verlust von 470 Mio US-Dollar beschert hat.

Auf der anderen Seite erweist es sich für Youtube trotz vielversprechender Reichweite als wesentlich schwerer als erwartet, lukrative Bewegtbildwerbung verkaufen zu können. Andere Internet-Plattformen, allen voran Social Networks, stehen scheinbar vor dem selben Problem, dass Nutzer-generierte Inhalte (User Generated Content) als Werbeumfeld bei Werbungstreibenden nicht sonderlich populär sind.

Aufstrebende Rivalen wie Hulu.com bieten da bessere Rahmenbedingungen für Marketingleute: Während Youtube eher auf das Bereitstellen einzelner Video-Clips spezialisiert ist, bedient Hulu.com die Serienjunkies, also diejenigen, die verlässlich regelmäßig auf die Seite kommen, um sich immer wieder an denselben Shows zu ergötzen.

Nichtsdestotrotz ist die Popularität von Youtube ungebrochen. Beim Internet-Video-Branchenprimus schauten sich Web-Fans alleine in Januar 2009 sage und schreibe 5,3 Milliarden Web-Videos an. Und wie Studien aus Großbritannien belegen, rufen junge Leute mittlerweile auch mehr Musik-Video-Clips beim Web-Video-Portal ab, als sie beim Kult-Musikfernsehsender MTV anschauen.

Nur: Es scheint, der Erfolg von Youtube hat eine sehr hohen Preis.

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