Der Rat der EU stimmte am vergangenen Freitag gegen die von der Musikindustrie ins Spiel gebrachte Verlängerung des Copyrights von 50 auf 75 Jahre. Begründet wurde der Antrag vor allem mit den Tantiemen für aufführende Künstler, die 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung enden.
Anders das eigentliche Urheberrecht der Komponisten, das erst 70-75 Jahre nach dem Tod des Künstlers erlischt. Kritiker hatten berechnet, dass durch die Verlängerung Studiomusiker oder “Interpreten” pro Jahr nur einige wenige Euro mehr erhalten würden. Dagegen bedeutet das verlängerte Vertriebsrecht (”copy-right”) einen Umsatzbonus für die Konzerne von mehreren hundert Millionen Euro. Entsprechend äusserten Industrievertreter ihre Enttäuschung.
Die Initiative wird jetzt neu formuliert, wir können davon ausgehen, dass sie wieder ins Gespräch gebracht wird.
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