Telekom: Kinderpornos bleiben online

23. März 2009 | by TechFieber.de

Access Denied 2008 by Mike Licht, NotionsCapital.com.Wer Webseiten mit Kinderpornos ansurft, soll künftig automatisch umgeleitet werden – nun lässt ausgerechnet die Deutsche Telekom die Familienministerin Ursula von der Leyen abblitzen.

Von der Leyen (CDU) will Internet-Provider dazu bewegen, Webseiten mit Kinderpornografie freiwillig zu blockieren. Doch die Telekom stellt sich quer, wie heute der  heute „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Das Unternehmen, das pikanterweise ja zu einem guten Drittel dem Bund gehört, soll sich bisher „nicht dazu durchringen können, für den Fall, dass eine kinderpornografische Website angewählt wird, dem Nutzer eine Stoppseite anzuzeigen“.Der Zeitung zufolge sperren sich aber auch andere deutsche Internet-Service-Provider (ISP), gegen den Plan von Familienministerin von der Leyen.

Auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte letzte Woche rechtliche Bedenken zum Plan von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) geäußert, die den Zugang zu kinderpornografischen Internet-Seiten durch Sperrvereinbarungen zwischen den Internet-Providern und dem Bundeskriminalamt (BKA) stoppen will.

Familienministerin von der Leyen will erreichen, dass Internetseiten, die die Vergewaltigung von Kindern zeigen, in Deutschland blockiert werden. „Wir verhandeln derzeit mit den acht großen Zugangsanbietern“, sagte von der Leyen am 14.3. der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“. Einzelne Verträge seien bereits unterschriftsreif und könnten in den kommenden Wochen geschlossen werden.

Bis dato sollen sich zwei Internetanbieter und Telekom-Konkurrenten zu der Sperrung von Kinderporno-Seiten verpflichtet haben.

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Kommentare (2)

  1. Webnews.de says:

    Pädophile: Telekom soll Kinderporno-Sperrung verweigern…

    Familienministerin von der Leyen will Internet-Provider dazu bewegen, Webseiten mit Kinderpornografi…

  2. Fritz says:

    In kurzen Worten: Die Überschrift ist falsch. Nicht die Telekom entscheidet, ob Kinderpornografie online bleibt, sondern der jeweilige Anbieter. Diesen gilt es ausfindig zu machen, um Kindesmissbrauch zu verhüten. Es bringt überhaupt nichts, sich ein Kissen vors Gesicht zu halten und zu rufen „Ich seh nichts!“, wie es Mutti von der Leyen vorschlägt. Die selbe Idiotie begeht das Familienministerium übrigens auch im Fall von Gewalt: Hier soll Gewaltdarstellung verboten werden, statt an die eigentlichen Ursachen zu rühren. Erbärmlich. Die eigenliche Gefahr solcher Begehrlichkeiten geht von der Unkontrollierbarkeit der „Filterliste“ aus. Andere Länder wie Australien hatten – schwupps – auch schon mal Tauschbörsen oder Schwulenorganisationen auf der Blacklist. Und wer soll eine geheime Liste kontrollieren? Wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Stasi-Revival.

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