[Chips] Chinesischer Retter in Sicht: Hoffen bei Qimonda

16. März 2009 | by TechFieber.de

qimonda press by techfever.Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge könnte die chinesische Staatsfirma Inspur den insolventen Chiphersteller Qimonda vor dem endgültigen Aus bewahren: Das IT-Unternehmen habe signalisiert, sich mit einem Minderheitsanteil bei der Infineon-Tochter engagieren zu wollen, bestätigten gleich mehrere Reuters-Informaten. Der Haken an der Sache: Inspur will eine staatliche Beteiligung. Portugal wäre bereit, 14 Prozent an einer gesellschaftsrechtlich neu formierten Qimonda zu übernehmen, allerdings zeige sich das Land Sachsen weiter reserviert. Dabei drängt die Zeit – am 1. April könnte schon die Liquidierung von Qimonda beschlossen werden.

Erst vergangene Woche konstatierte der Branchenverband ZVEI den stärksten Einbruch in der bisherigen Geschichte des Halbleitermarktes – in diesem Jahr soll der Umsatz um 23 Prozent auf etwas über sieben Milliarden Euro schrumpfen. Insbesondere die Automobil-Elektronik, das mittlerweile wichtigste Segment der Branche in Deutschland, leidet unter der Absatzkrise in der Autoindustrie. Immerhin hofft dennoch auf eine Trendwende noch in diesem Jahr.

Der Halbleiterhersteller Qimonda, der zu 77 Prozent zu Infineon gehört ist, hatte nach Platzen eines staatlichen Rettungspaket Ende Januar Insolvenz beantragen müssen. Das Unternehmen leidet seit längerem unter dem starken Preisverfall für DRAM-Arbeitsspeicher-Chips. Derzeit beschäftigt Qimonda weltweit knapp 12.000 Mitarbeiter, davon 4600 in Deutschland.

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Comment (1)

  1. Webnews.de says:

    [Chips]: Hoffnung für Qimonda: Chinesischer Retter Inspur?…

    Die Zeit drängt, doch es scheint Rettung in Sicht: Die chinesische Firma Inspur könnte den insolve…

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