Pässe sind nicht mehr sicher: RFID-Drive-By-Hack

3. Februar 2009 | by Fritz Effenberger

Pässe klonen, aus einem fahrenden Auto heraus? Kein Problem. Die dazu benötigten Geräte kosten weniger als 200 Euro. Der White-Hat-Hacker und Security-Experte Chris Paget warnt seit Jahren vor den Gefahren der RFID-Chips in amtlichen Dokumenten. Damit erregt er natürlich den Zorn der RFID-Hersteller, die in der Vergangenheit schon per Gerichtsbeschluss Präsentationen Pagets auf Sicherheitskonferenzen verhinderten.

Jetzt zeigt er in einem Youtube-Video, wie leicht man in einem Auto durch die Stadt fahren (in diesem Fall San Francisco) und dabei aus Entfernungen von mehreren zehn Metern RFID-Chips in Reisepässen, Führerscheinen und anderen Dokumenten auslesen und klonen kann. Mit wenigen Änderungen an den verwendeten Geräten sei es ausserdem möglich, zusätzlich Kreditkarten auszulesen und so ein vollständiges Profil eines Bürgers ohne dessen Wissen zu erstellen.

Chris Paget erläutert, das sich die hierzu nötige Technik bereits in den Händen von Geheimdiensten, Kriminellen und anderen Datendieben befinde. Drive-By-Identitätsdiebstahl oder massenhafte Überwachung von festen Scannern aus ist also demnächst Alltag.

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