Blogger-Angst: TechCrunch-Macher Arrington fühlt sich verfolgt

28. Januar 2009 | by TechFieber.de

Michael ArringtonMichael Arrington, neben Om Malik (und unserem Fritz Effenberger ;)) wohl der bekannteste Techblogger überhaupt, fühlt sich bedroht. Der Techcrunch-Gründer und -CEO soll am Dienstag in München nach dem DLD-Medienkongress von Burda belästigt und angespuckt worden sein.
Ein Mann in einem schwarzen Anzug soll ihm ohne Vorwarnung auf offener Straße ins Gesicht gespuckt haben, so Arrington heute auf seiner Webseite. Zeugen der Tat, die um den Blogger herumstanden, sollen nichts unternommen und sich weggedreht haben.

Arrington, der sich eigenem Bekunden nach schon seit längerer Zeit von Start-up-Desperados mit Demos und Produkt-Pitches auf der Suche nach Presse verfolgt sieht, will diese angebliche Attacke nun zum Anlass nehmen, sich eine Auszeit zu gönnen. Auch neidische Journalisten und Blogger-Kollegen würden ihn unter Druck setzen, so Arrington. Vergangenen Sommer soll der Kalifornier auch Morddrohungen erhalten haben.

Komische Geschichte. Auch wenn Arrington und seine Geschäftsgebahren – vor allem im Silicon Valley und der San Francisco Bay Area – alles andere als unumstritten sind, kann man sich die Geschichte des bajuwarischen Spuck-Lamas kaum vorstellen.

Arrington, der unter anderem auch die TechCrunch50-Start-up-Konferenz (TC50) in San Francisco organisiert, war wiederholt in der kalifornischen Tech-Medienszene als Aufschneider entlarvt worden. Auch sein langjähriger Wegbegleiter und TC50-Mitorganisator Jason Calacanis, Gründer von Weblogs Inc. (Engadget), ist nicht sonderlich beliebt.

Unter anderem wird der gelernte Jurist Arrington seit Jahren dafür kritisiert, die Grenzen zwischen redaktioneller Arbeit und Eigenvermarktung fließend zu gestalten.

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Kommentare (2)

  1. Matthias Bern says:

    wahrscheinlich war’s ein frustrierter medienmensch, bei den kommentaren von arrington: „Ich sehe in Print keinen Sinn mehr“ SIEHE: http://www.focus.de/digital/multimedia/dld-2009/dld-panel-new-media-models-journalismus-kostet-geld_did_21755.html?slide=3

  2. tja, wobei der gute alte mike arrington damit doch vollkommen recht hat

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