Analyse: Windows 7 für Netbooks

18. Januar 2009 | by Fritz Effenberger

Um den Vista-Nachfolger Windows 7 wird bereits heftig diskutiert; eigentlich schon vor seiner Ankündigung. Das aktuelle Microsoft Windows brachte nicht nur die üblichen Startschwierigkeiten wie mangelhafte Hardware-Unterstützung mit (das kennen wir von anderen Windows- und Linux-Ausgaben auch), sondern ärgerte die Nutzer durch eine auffallend dumme Rechteverwaltung, die zusätzliche Sicherheit vorspiegeln sollte, und eine gleichzeitige Entmündigung des Benutzers dadurch, dass ihm die volle Verfügung über hochaufgelöste Inhalte entzogen wurden, Stichwort DRM.

Vae Vista

Das alles kam in einem allgemein als aufgebläht betrachteten Softwarepaket mit schlechterer Gesamtperformance im Vergleich zum Vorgänger Windows XP. Also wurde der für die Microsoft-Dividende lebenswichtige Upgrade-Zyklus der Unternehmen und Privatanwender aufgehalten: Wozu ein neues Betriebssystem kaufen, wenn es keine klaren Vorteile bringt? Dass sich mit Nutzer-Belästigung mehr Sicherheit erzielen lässt, glaubt heute niemand mehr. Verbesserungen an Kernel und internen Zugriffsrechten sind notwendig. Wie das geht, können Microsoft-Entwickler von Apple Mac OS X und Linux lernen. DRM ist mittlerweile kein gesellschaftsfähiges Thema mehr und kann deshalb leicht unter den Tisch fallen, ohne dass jemand deswegen traurig wäre.

Innovationsmotor Netbook

Ironie der Geschichte: Der derzeit schnellstwachsende Sektor der PC-Hardware, Netbooks, laufen noch mit dem „alten“ mit Windows XP (Oder gleich mit Linux). Erste Versuche, die aktuelle Windows 7 Beta auf Netbooks zu installieren, zeigten zufriedenstellende Ergebnisse. Also ist es wahrscheinlich, dass Windows 7 in einer extra-schlanken Netbook-Edition erscheint. Die Leute von Cnet UK jedenfalls behaupten, sie hätten solches von Microsoft-Mitarbeitern bestätigt bekommen. Andere, wie Preston Gralla von der Computerworld, halten das für Humbug: Windows 7 sei von Haus aus schlank genug für die kleinen Klappomaten.

Windows 7 XP Service Pack 4

Umsere Voraussage zu diesem Thema: In jedem Fall dürfte Windows 7 nichts anderes sein als ein Windows XP Service Pack 4, mit ein paar netten Zusatzfeatures als der Vista-Entwicklungswerkstatt, aber mit umfassenderer Treiberunterstützung, und weniger lästigem DRM und unnützen Sicherheitswarnungen. Die künstliche Grenze zwischen Netbooks und Notebooks dürfte dann fallen, die Lücke zwischen den handtaschenkompatiblen 10-Zöllern und den Elektromarkt-Billig-15,4-Zoll-Dutzend-Laptops wird verwischen. Wie auch anders, wenn auf beiden Geräteklassen das selbe OS läuft. Ich erwarte ausserdem einen bunten Reigen an 11-, 12- und 13-Zöllern, mit den neuen CPUs von AMD, Via und Intel jenseits der Atom-Leistungsklasse.

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