Bei eBay verkauft, via Amazon verschickt

29. April 2008 | by Jochen Siegle

Amazon hat im Laufe der Jahre nicht nur ein eindrucksvolles Shopping-System aufgebaut, sondern auch eine gigantische Infrastruktur für die Lagerung und den Versand der online verkauften Waren. Im vergangenen Herbst hat der Händler dafür eine zusätzliche Vermarktungsmöglichkeit geschaffen, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll: “Fulfillment by Amazon“. Zunächst schien dieses Angebot nur als Logistik-Lösung für die Handelspartner des Amazon Marketplace gedacht. Doch wie Amazon-Chef Jeff Bezos in dieser Woche erklärt hat, sollen auch andere Online-Händler das Angebot nutzen können, wie etwa die Händler des Konkurrenten eBay.

Denn wie ein Amazon-Manager es formuliert, ist es das schmutzige Geheimnis des eCommerce, dass es hier nicht nur um Bits und Bytes geht. Die Händler müssen es auch schaffen, ihre Waren zu lagern, zu verpacken und zum Kunden zu bringen. Eine Aufgabe, für die Amazon bereits auf eine große Expertise verweisen kann.

Allerdings liegen die Probleme dieses Angebots im Detail: Einige Händler halten es beispielsweise für problematisch, wenn Amazon für den Versand das gleiche Verpackungsmaterial verwendet, wie für den Versand der eigenen Waren. Die Händler fürchten, dass es dadurch zu einer Irritation der Verbrauchers kommen kann.

Ein anderes Problem scheint es zu sein, dass die Börse diese Ausweitung des Geschäftsbereichs argwöhnisch beäugt. Doch auch das ist für Bezos nichts Neues. Auch andere Vorhaben des einstigen Buchhändlers – wie etwa der Verkauf von Unterhaltungselektronik – stießen zunächst auf Skepsis. Und auch in diesen Fällen hat sich Amazon von diesen Bedenken nicht abhalten lassen. 1!int

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