TV-Werbung floriert: Zweckoptimisus, dem Online-Boom zum Trotz …

11. Oktober 2007 | by Jochen Siegle

Die Marktforscher von Nielsen wissen es mal wieder besser: Wie Studien von Nielsen Media Research zeigen, ist der traditionelle deutsche Werbemarkt weiter “deutlich auf Wachstumskurs”, so der oberste Nielsen-Martforscher Ludger Wibbelt, der TV und Radio ein rumdum gutes Gesamtjahr prognostiziert. Laut Nielsen-Daten könne man in diesem Jahr ein Plus von 4,0 Prozent gegenüber 2006 erwirtschaften. Im TV-Bereich soll gar ein Zuwachs von 6,4 Prozent gegenüber 2006 verbucht werden. Vergleichsdaten dazu, wie stark der boomende Bereich der Online-Werbung gewachsen ist und wie massiv das Netz den klassischen audiovisuellen Medien Radio & TV Anteile abnimmt, bleibt Nielsen allerdings schuldig. Wie massiv die Ausgaben für Online-Marketing wachsen, unterstreicht eine jüngst von PricewaterhouseCoopers veröffentlichte Studie, derzufolge alleine die Umsätze der amerikanischen Internetwirtschaft in den ersten sechs Monaten 2007 um über 26 Prozent auf rund zehn Milliarden US-Dollar gewachsen sind.

Welche dramatische Verschiebung sich anbahnt, wird in Deutschland zumindest schon im Print-Bereich deutlich: Im Gegensatz zu TV und Radio wuchsen Werbeeinnahmen der Tageszeitungen 2007 unterdurchschnittlich um 2,7 Prozent (auf 3,9 Milliarden), deutsche Publikumszeitschriften mussten mit 2,9 Milliarden in den ersten neun Monaten 2007 gar ein Minus von 1,3 Prozent im Vergleich zu 2006 verkraften.

Der Abwärtstrend zugunsten des Webs wird anhalten – auch in Deutschland und garantiert im kommenden Jahr die TV-Branche einholen.

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